Mit dieser Nachfolgeregelung habe eine für alle Beteiligten optimale Lösung gefunden werden können, betont Martin Plüss, Direktor der VEBO, in einer Mitteilung.

Beide Firmen würden seit Jahren eng zusammenarbeiten. «Durch die neuen Eigentümerverhältnisse werden sich zusätzliche Synergien sowie erweiterte Entwicklungs- und Produktionsmöglichkeiten ergeben», heisst es.

Ganz wichtig und ausschlaggebend für den Entscheid sei aber auch gewesen, dass die Arbeitsplätze vor Ort erhalten bleiben und mit der VEBO Genossenschaft ein «Nachbar» neuer Eigentümer von Kisag wird.

Die VEBO Genossenschaft ist mit 1677 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein grosser Arbeitgeber an neun Standorten im Kanton Solothurn.

Durch die Übernahme der Kisag AG sollen Arbeitsplätze in der Produktion, Montage und Konfektion von Küchengeräten und Apparaten für die Gastronomie, welche sich speziell für geschützte Werkstätten eignen, in der Region Solothurn erhalten oder sogar ausgebaut werden.

Die Kisag AG wird durch Urs Brüngger, dem bisherigen Inhaber und Geschäftsführer, unverändert weitergeführt.  

«Sinnvollen Beitrag leisten»

Die Schweiz hat am 15. April 2014 in New York die UNO-Behindertenkonvention als 144. Staat ratifiziert und einen Monat später in Kraft gesetzt. Das Wort «Inklusion» steht seit diesem Zeitpunkt vermehrt im Mittelpunkt. «Die VEBO will mit der Übernahme einen sinnvollen Beitrag leisten und den Menschen mit einer Behinderung eine erweitere Teilhabe (Inklusion) in der Ausbildung und Arbeit ermöglichen», heisst es im Communiqué. (mgt)