«Für mich als Balsthaler ist der Einsatz gegen dieses unnötige Strassenprojekt eine Herzensangelegenheit», schreibt Fabian Müller, Präsident der Sektion Solothurn des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) in einem Flugblatt mit Einzahlungsschein gegen das Projekt Verkehrsanbindung Thal, welches dieser Tage an die VCS-Mitglieder versandt worden ist. Seit 15 Jahren beschäftige er sich mit der Verkehrssituation in der Klus, doch dieses mit 65 Mio. Franken veranschlagte Projekt müsse abgelehnt werden: «Es ist zu teuer. 65 Mio. Franken bedeuten einen Meter Strasse für 60'000 Franken», ist zu lesen.

Dieses Geld könnten die Gemeinden, der Kanton und Bund sinn- und wirkungsvoller einsetzen, so Müller. Auch für die Pendler sieht der VCS keine Vorteile: «Der stockende Kolonnenverkehr in den Morgen- und Abendstunden wird durch die Umfahrung Klus nicht verhindert, da genau wie heute Autos weiterhin in einen neuen Kreisel bei der Thalbrücke hineingelenkt werden.»

Zudem: Durch die Kapazitätserweiterung sei eine verstärkte Zunahme des LKW-Transitverkehrs zu befürchten. «Das bedeutet eine zusätzliche Belastung des Thals.» Das Thal sei ein Naturpark und kein Verkehrspark. Mit dem vorliegenden Projekt werde schliesslich die Existenz mehrerer Gewerbebetriebe in der Klus aufs Spiel gesetzt, ist weiter zu lesen. Diese würden empfindliche Einbussen erleiden und ihr Weiterbestehen sei infrage gestellt.

Der VCS Solothurn fordert hingegen eine umfassende Mobilitätsstrategie, mit welcher die vorhandene Infrastruktur besser genutzt werden kann. Der Regierungsrat habe dies bereits zur Umsetzung empfohlen. Diese Mobilitätsstrategie beinhalte eine ganze Reihe von Massnahmen zur Förderung des öffentlichen Verkehrs im Thal, doch noch keine dieser Massnahmen sei verwirklicht worden. Stattdessen werde nun ein Projekt vorgelegt, dass man sich finanziell nicht leisten könne. (frb)