Der US-Biotech-Konzern kündet ein happiges Restrukturierungsprogramm an: Elf Prozent der weltweit rund 8000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, wie der Konzern am Mittwoch in den USA bekannt gab.

Zudem würden einige Forschungsprogramme eingestellt. Der Abbau der rund 880 Stellen soll bis Ende Jahr vollzogen werden. Die Massnahme soll jährliche Einsparungen im Umfang von rund 250 Millionen Dollar bringen.

Ist mit dem Kostensenkungsprogramm auch das Bauprojekt in Luterbach gefährdet? «Nein», sagt auf Anfrage Markus Ziegler, Mitglied der Geschäftsleitung von Biogen Switzerland AG. «Die Massnahmen haben keinen Einfluss auf den geplanten Bau der Produktionsanlage in Luterbach.»

Das Projekt werde wie geplant weitergezogen. Auch gegenüber der Solothurner Regierung habe dies Biogen so kommuniziert, erklärt der Medienbeauftragte Dagobert Cahannes. Es gebe keinerlei Abstriche am Milliarden-Bauprojekt, sei ihnen versichert worden.

Ein Drittel mehr Gewinn

Die Einsparungen sollen laut Biogen-Mitteilung für die stärkere Vermarktung, insbesondere für den Kassenschlager – das Multiple-Sklerose-Medikament Tecfidera – sowie die Alzheimer-Forschung, genutzt werden.

Biogen erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2015 einen Umsatz von 7,9 Milliarden Dollar, was einem Plus von 12 Prozent entspricht

Der Gewinn verbesserte sich um 32 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Die Kosten der Restrukturierung beziffert das Unternehmen auf 85 bis 95 Millionen Dollar, die primär im vierten Quartal anfallen werden. (FS)