Urteil
Gericht lehnt zwei Beschwerden gegen geplante 50 Meter lange Seilbrücke am Balmberg ab

Die Pläne für eine Seilbrücke am Balmberg schaffen eine weitere Hürde: Das Solothurner Verwaltungsgericht hat mit Urteil vom 11. August zwei Beschwerden von Privaten als unbegründet abgewiesen.

Urs Mathys
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So soll die Seilbrücke am Balmberg über das «Gschliff »führen.

So soll die Seilbrücke am Balmberg über das «Gschliff »führen.

Zvg

Das Gericht kommt zum Schluss, dass die Vorinstanzen (Gemeinde Günsberg und Kanton) zu Recht nicht auf die Einsprachen zweier Privatpersonen eingetreten seien. Die abgeblitzten Beschwerdeführenden haben nun auch die Gerichts- und Verfahrenskosten vor Verwaltungsgericht von je 800 Franken zu bezahlen. Beide Entscheide können noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Die Beschwerdeführerin, die in Günsberg lebt und der Beschwerdeführer, der im Gäu wohnhaft ist, könnten keine persönliche Betroffenheit geltend machen, der sie zur Einsprache berechtigen würde, hält das Verwaltungsgericht in seinen Erwägungen fest. Die Beschwerdeführerin wohne 1200 Meter, der Beschwerdeführer gar 11 Kilometer Luftlinie von der Brücke entfernt und beide hätten keine Sichtverbindung zum Bauwerk.

«Interessen des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes können sie als Privatperson nicht geltend machen», schreibt das Gericht. Und:

«Zu beurteilen, ob die Brücke nötig, schön und finanzierbar sei, ist Sache des Bauherrn und allenfalls der Bewilligungsbehörden.»

Die geplante 50 Meter lange Seilbrücke soll am Balmberg wieder eine sichere Wanderweg-Verbindung (Höhenweg Nr. 5) über die Steinschlagzone «Gschliff» ermöglichen. Der Kantonsrat hat einen Baukredit von 683'000 Franken bereits bewilligt.

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