Beschwerde

Urteil des Obergerichts im Dulliker Raubmord wird angefochten

Der Verurteilte plädiert noch heute auf seiner Unschuld

Der Verurteilte plädiert noch heute auf seiner Unschuld

Noch im Januar sah es so aus, als sei der mehr als 20 Jahre zurückliegender Mordfall von Dulliken geklärt. Doch jetzt geht der aussergewöhnliche Fall ans Bundesgericht.

Am 19. Januar verurteilte das Solothurner Obergericht einen 52-jährigen Serben wegen Mittäterschaft an einem Raubmord zu 8 Jahren Freiheitsstrafe. Der amtliche Verteidiger Urs Tschaggelar (Grenchen) bestätigte am Montag gegenüber dieser Zeitung, dass er am Donnerstag vor Ostern im Namen seines Mandanten Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht eingereicht hat.

Die Tat hatte sich in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 1993 in einem Wohnhaus an der Aegertenstrasse in Dulliken ereignet: Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft, des Amtsgerichts Olten-Gösgen und dann auch des Obergerichts waren in jener Nacht zwei Serben mit der Absicht eines Gelddiebstahls ins Haus eingedrungen und hatten dabei den 80-jährigen Bewohner erdrosselt. «Mein Klient hält sich nach wie vor für unschuldig», so Tschaggelar. Deshalb habe er das Urteil in allen Punkten angefochten und verlange einen Freispruch. (cva)

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