Abbau

Ursprünglich standen 7 Postfilialen mehr dem Prüfstand: «Wir haben etwas erreicht»

Leistungsabbau oder verbesserter Zugang? Postagenturen wie hier in einem Volg sind umstritten. (Symbolbild)

Leistungsabbau oder verbesserter Zugang? Postagenturen wie hier in einem Volg sind umstritten. (Symbolbild)

Die Post garantiert bis 2020 noch 23 Filialen im Kanton Solothurn, 21 Poststellen werden «überprüft». Der Kanton wehrte sich dagegen. Zwar konnten nicht alle Ziele erreicht werden, aber 7 Filialen konnten vor dem Überprüfungsstatus gerettet werden.

Die Poststellt sich die Zukunft mit weniger Poststellen vor: Bis 2020 wird es nur noch 23 Filialen im Kanton geben. Die Zahl der Zugangspunkte wird jedoch erhöht: Zwischen 134 und 145 Orte soll es geben, an denen man Postdienstleistungen erhalten kann.

Ausserdem teilt die Post mit, dass 21 Poststellen im Kanton «überprüft» werden. Zwar handelt es sich dabei nicht um Schliessungen, diese sind aber fast sicher: Es ist geplant, die betroffenen Poststellen zum Beispiel mit Partnerfilialen zu ersetzen.

Sieben Poststellen gerettet

Man werde nun mit den betroffenen Gemeinden in einen Dialog treten und abklären, mit welchen Modellen die postalische Versorgung aufrecht erhalten werden kann, sagt Post-Sprecher Markus Flückiger. Ziel ist, dass die Lösungen bis Ende 2020 erarbeitet und wo möglich umgesetzt sind. Definitiv beschlossen sei die Schliessung der 21 «zu überprüfenden» Poststellen nicht, sagt Flückiger, aber er bestätigt: «Wir sind der Ansicht, dass es für diese Standorte neue Lösungen braucht.» Das heisst so viel wie Widerstand ist zwecklos.

Wobei: Nicht ganz, wie sich auf Nachfrage bei Jonas Motschi, Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit, herausstellt. Er war bei den Gesprächen von Regierungsrätin Esther Gassler mit der Postspitze dabei und sagt trotz einer Halbierung des Solothurner Poststellennetzes, man könne mit der vorliegenden Lösung einigermassen zufrieden sein.

«Wir haben etwas erreicht», so Motschi. Es war klar, dass der Regierungsrat mit seiner Forderung, gar keine weiteren Poststellen im Kanton Solothurn zu schliessen, nicht durchdringen würde. Aber ursprünglich standen noch sieben Standorte mehr auf der Liste der «zu überprüfenden» Poststellen, wie Motschi verrät.

Namen nennt er nicht, man will sich nicht dem Vorwurf aus anderen Gemeinden aussetzen, für sie zu wenig gekämpft zu haben. Aber auf jeden Fall blieben die Erläuterungen zu spezifischen regionalen Begebenheiten, Entwicklungspotenzialen oder zu erwartenden Entwicklungen von Verkehrsströmen in der Postzentrale nicht einfach ungehört. Man sei ernst genommen worden, heisst es beim Kanton.

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