Nach der Aufdeckung des Falles seien drei Verfahren in die Wege geleitet worden, sagte Gassler. Strafrechtlich werde der Fall von der Staatsanwaltschaft untersucht. In diese Untersuchung mische sich die Regierung nicht ein. Abgeschlossen ist laut Gassler das Verwaltungsverfahren des Veterinärdienstes.

Kurz vor dem Abschluss steht die verwaltungsinterne Aufarbeitung des Falles. Durchgeführt wird diese Untersuchung nicht von der übergeordneten Abteilung Landwirtschaft, sondern vom Departement selber. Die Arbeiten seien weitgehend abgeschlossen, es fehle nur noch ein externer Bericht. Dann werde das Resultat öffentlich kommuniziert.

Wer ist Schuld am Hungertod der Rinder?

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15 Rinder verhungerten auf einem Bauernhof in Boningen. Der Kantonsrat beschäftigt sich jetzt mit dem Fall. Reagierte der Veterinärdienst zu spät?

Die Solothurner Regierung wolle im Falle Boningen nichts verschleiern, versicherte Gassler. Auch wenn der Unmut in der Bevölkerung angesichts der Tragweite des Falles gross sei, dürfe man den Fall nicht einfach nur schnell, schnell beurteilen.

Die Grünen hatten in ihrer Interpellation kritisiert, dass der kantonale Veterinärdienst beim Tiermisshandlungsfall versagt habe. Die Glaubwürdigkeit des Verterinärdienstes sei in Frage gestellt.

Es könne nicht sein, dass solche Missstände durch Zeitungsartikel und Berichte von Drittpersonen aufgedeckt werden, kritisierte Interpellant Felix Lang. Er könne nicht verstehen, dass dieser Betrieb angesichts der Bilder der Tiere nicht als Risikobetrieb eingestuft worden sei.

16 Kühe verhungert: Wie konnte das passieren?

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Auf einem Bauernhof in Boningen sind 16 Rinder verhungert. Wie konnte das passieren? Wurden Warnungen von Nachbarn ignoriert? Was für Lehren ziehen die Behörden aus diesem Fall?