Luterbach
«Unglaublich, einzigartig – einfach megaschön» – der neue Uferpark begeistert die Besucher

Der Uferpark hat seine Feuertaufe bestanden. Am Wochenende nutzten Tausende die Gelegenheit, ihren einmaligen Park zu besichtigen, Kontakte über die Aare zu knüpfen, wunderbare Ausblicke zu geniessen und unerwartete Einblicke zu erleben.

Urs Byland
Merken
Drucken
Teilen
Eröffnungsfest Uferpark in Luterbach am Samstag
42 Bilder
Ein riesiger Sandkasten
Beim Bauen zuschauen
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Das Öufi-Boot in Anfahrt
Das Öufi-Boot-Shuttle fuhr die Besucher von Solothurn nach Attisholz
Begegnungsplatz mit der «1881Kantine».
«1881Kantine».
«1881Kantine».
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Spielgelände in der ehemaligen Abwasserreinigungsanlage.
Enten zum Fischen
Mit der Hand fäng man sie einfacher
Hier kann nach Lust und Laune getrommelt werden
Eröffnungsfest Uferpark
Die Ambassador Big Band spielt ein Ständchen
Daneben gab es zahlreiche weitere musikalische Acts
Eröffnungsfest Uferpark
Die Verbindung zwischen Attisholz Süd und Nord
Auch auf dem Nord-Areal wurde gefeiert
Auch auf dem Nord-Areal wurde gefeiert
Es geht hoch hinaus
Eröffnungsfest Uferpark in Luterbach am Samstag
Auch auf dem Nord-Areal wurde gefeiert
Ein DJ sorgt für Sound
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Am Nachmittag fand die Aarerundi Challenge statt
Spass beim Laufen: Dabeisein an der Aarerundi-Challenge ist alles.
Aarerundi Challenge
Aarerundi Challenge
Sie feuern die Läuferinnen und Läufer an
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark

Eröffnungsfest Uferpark in Luterbach am Samstag

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Das Datum für das Eröffnungsfest des Uferparks ist gut gewählt. Künftig kann Luterbach immer Ende Mai rund um den 24. mit einem Parkfest glänzen und die Sommersaison starten. Wenn die Gemeinde bis dann auch den Park übernehmen will. Mit dem Fest kann darauf hingewiesen werden, dass hier am Ufer der Aare zwischen alter Industrie auf der Nordseite und neuer Industrie auf der Südseite dem Volk etwas, man muss es schreiben, «Unglaubliches und Einzigartiges» geschenkt wurde. Die Worte stammen von Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli.

Das Echo der Besucherinnen und Besucher ist dementsprechend. Da ist nichts von Kritik zu hören, so vielfältig ist das Angebot, so spektakulär sind die Aussichten und so gross ist der Park, in dem man, schreitet man ihn ab, stundenlang verweilen kann. «Bis anhin finden wir solch eine Anlage vielleicht in einer Grossstadt wie München oder Berlin. In der Schweiz hat es einzelne Ecken, die ähnlich sind, aber niemals an das Ambiente dieses Uferparks herankommen», so das Urteil eines Besuchers, der auf der Plattform gerade den Blick über die Aare und die alte Industrieanlage auf der Nordseite schweifen lässt. «Das gibt sicher einen Sommerplatz», ergänzt seine Partnerin.

Einmalige Kombination

«Fantastisch. Man sieht etwas und es wird etwas gemacht», urteilt ein anderer Besucher, der mit seinem Oldtimer gekommen ist. «Wir sind zum Park, wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Das müssen wir nun ausnützen.» Zwei Besucher, die vom Sportzentrum über die neue Promenade zum Begegnungsplatz des Uferparks gekommen sind, finden die Anlage überwältigend. «Es ist genial. Mit gefällt auch die Kombination mit dem alten Industrieareal der ehemaligen Cellulose. Und man erfährt auch immer wieder Geschichtliches.»

Eröffnungsfest Uferpark am Freitag
31 Bilder
Abendsonne geniessen an der Aare
Michael Ochsenbein, Gemeindepräsident Luterbach wendet sich an die Anwesenden
Regierungsrat Roland Fürst
Das Eröffnungsdatum ist in der Wand eingeprägt
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Die Kantine
Eröffnungsfest Uferpark
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Eröffnungsfest Uferpark
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Eröffnungsfest Uferpark
Eröffnungsfest Uferpark
Die Kantine
Eröffnungsfest Uferpark
Die Kantine
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Der Park in der ehemaligen Kläranlage
Musikalisches Unterhaltungsprogramm
Luminale – die Lichtshow zur Eröffnung
Luminale – die Lichtshow zur Eröffnung
Luminale – die Lichtshow zur Eröffnung
Luminale – die Lichtshow zur Eröffnung

Eröffnungsfest Uferpark am Freitag

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Drei Frauen sitzen auf der neuen Ufertreppe und geniessen die Aussicht. «Mir gefallen der Spielplatz drüben und die Aussichtsfenster der Promenade und natürlich die Indooranlage der ehemaligen Kläranlage. Es ist cool, vor allem dass das Gelände geöffnet ist», so die eine, die aus Luterbach kommt. Die zweite Frau fühlt sich etwas befangen, weil sie persönlich durch ein Planerbüro am Bau des Parks beteiligt war. «Ich habe megafest Freude, dass ich hier sein kann. Es ist einfach megaschön.» Und die dritte Frau fügt hinzu: «Wenn man durch den Park läuft, fühlt man sich wie in einer Grossstadt wie Berlin. Es macht Lust auf mehr, und man sieht auch immer wieder etwas neues.»

Wie der Uferpark entstand

Die Cellulose Attisholz AG wurde 1881 gegründet. Das Gelände erstreckte sich auf beiden Seiten der Aare. Ein Teil der heutigen Gebäude auf der Nordseite der Aare stammt noch aus dieser Zeit. 2008 wurde die Fabrik geschlossen. Gemeinsam mit dem Kanton erarbeiteten die Gemeinden Luterbach und Riedholz ein Konzept zur Entwicklung und Neupositionierung des Areals. Grosse Teile des Süd-Areals wurde durch den Kanton und das Nord-Areal durch die Halter AG erworben. Ab 2015 entstand nebst der Arealerschliessung ein rund sechs Hektaren grosser, öffentlicher Uferpark, kreiert von der Landschaftsarchitektin Martina Voser. Die Parkanlage ist mit Obst- und Laubbäumen gefasst, sie ist reich an Wegen, Plätzen und Aufenthaltsmöglichkeiten. Die ehemalige Kantine (Restaurant)und die ehemalige Kläranlage (Spielanlage) wurden umgenutzt. (uby)

Ein Riedholzer ist begeistert von der Anlage in der ehemaligen Abwasserreinigungsanlage. «In einem, der Räume geht man über Steinplatten im Wasser, man kreuzt andere Besucher und muss sich absprechen, wer zuerst gehen darf.» Und ein Paar aus Luterbach stellt fest: «Die Idee, dass der Kanton hier Biogen ansiedeln konnte und trotzdem ein Flecken zurückbehalten hat, um der Bevölkerung etwas zurückzugeben, das ist fantastisch. Ich hoffe, dass der Park ein Magnet für Junge und Junggebliebene wird, die hier im Sommer eine richtig schöne Atmosphäre geniessen wollen.»

«Weltmännischer Charakter»

Die Aussagen der Besucher treffen sich mit denjenigen des Kantonsbaumeisters. «Der Park hat einen weltmännischen Charakter. Man könnte sich diesen Park in einer Grossstadt vorstellen. Wobei er einen urbanen Teil und einen naturnahen Teil hat.» Am Ursprung habe in der Testplanung die Auseinandersetzung von «gescheiten Köpfen», so Mäusli, mit dem Areal gestanden. Damals sei entschieden worden, dass im Nordteil, mit Blick in Richtung Süden, Wohnen und Kleingewerbe stattfinden soll, und auf der anderen Seite, die bereits eine Industriezone war, Industrie realisiert werden soll. «Und dazwischen, als Verbindung, war ein Grüngürtel angedacht, nicht dass die Industrie bis ans Wasser vorstösst und das wars.»

Eigentlich hätte man dem Park einen anderen Namen geben können: Mäuslipark. «Nein, nein», wehrt er ab, «der Name war natürlich ein Riesenthema, und wir haben lange diskutiert, wie der Park heissen soll. Aber ich glaube mit Uferpark haben wir den richtigen, neutralen Namen gefunden, und wir haben auch gleich die entsprechende Internetadresse gesichert.

Viel Natur

Wer den urbanen Teil beim Begegnungsplatz Richtung Westen verlässt, begegnet auf der Promenade der Natur: Wiesen mit selten gesehenen Blumen, Reihen von blühenden Obstbäumen, eine Lücke im Wald an der Aare, die den Zugang zu einem Badeplatz frei gibt, nach zweihundert Metern die nächste Lücke mit einer Bretterwand und einem Aussichtsfenster. Noch muss man sich das Grün rundherum vorstellen. Aber wenn dann alles mit Pflanzen zugewuchert sein wird, erhält man durch den Ausguck einen freien Blick auf kleine vorgelagerte Inseln, auf denen, so die Hoffnung, brütende Vögel zu sehen sein werden. Auf Tafeln entlang der Promenade wird die Geschichte des Areals erzählt und Feuerstellen laden ein zu verweilen.