Solothurn
«Und was hast Du für Träume?» – Schüler und Seniorinnen diskutieren über Ziele und Wünsche

Im Rahmen des Anlasses «Sind Träume Schäume?» diskutierten Primarschüler und Seniorinnen in Solothurn über ihre Ziele und Wünsche.

Noëlle Karpf
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Erst- und Zweitklässler erzählen einer Seniorin ihre Ziele – und fragen sie nach ihren Träumen.

Erst- und Zweitklässler erzählen einer Seniorin ihre Ziele – und fragen sie nach ihren Träumen.

Noëlle Karpf

Superhelden, Königinnen, Balletttänzerinnen und Fussballstars standen am Montagnachmittag in der Aula der Solothurner Berufsschule auf der Bühne. Erst- und Zweitklässler der Primarschule Luterbach hatten sich verkleidet, um ihre Träume zu besingen. «I wett, i wär e Superheld», begann ihr Lied.

Nach diesem Auftritt vor rund 80 Zuschauern in der Gewerblich Industriellen Berufsfachschule (GIBS) traten die Kinder in kleineren Grüppchen erneut auf die Bühne, um mit Seniorinnen über ihre aktuellen Träume zu reden. Dies im Rahmen des Anlasses «Sind Träume Schäume?», organisiert von der Arbeitsgruppe Altwerden im Kanton Solothurn (AL'SO).

Das Netzwerk AL'SO

Die Arbeitsgruppe Altwerden im Kanton Solothurn (AL'SO) feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. 2007 trat die Gruppe erstmals im Rahmen der HESO-Sonderschau an die Öffentlichkeit. Seither organisiert AL'SO jedes Jahr eine Veranstaltung zum Thema Alter und Altwerden im Kanton Solothurn.
Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern verschiedener kantonaler Organisationen, die für die ältere Generation Dienstleistungen anbieten. Ziel der Gruppe ist es, diese verschiedenen Organisationen besser zu vernetzen und die Angebote so besser an die Öffentlichkeit zu bringen.
Mitgliederorganistionen von AL'SO: Graue Panther, Schweizerisches Rotes Kreuz Solothurn, Spitex Kanton Solothurn, Pro Senectute Kanton Solothurn,
Gemeinschaft Solothurnischer Alters- und Pflegeheime, Bildungszentrum
Gesundheit und Soziales, Olten (nka)

Pilot werden – oder Urgrossmutter

«Ich möchte Motorrad-Rennfahrer werden», erklärte etwa ein Junge auf der Bühne. Er sass neben einer Seniorin auf einem Bänkli und redete über seine Ziele. «Und was hast Du für Träume?», fragte er die Seniorin des Vereins «SeniorInnen im Klassenzimmer» von der Pro Senectute. Mitglieder in diesem Verein besuchen jede Woche für einige Stunden Schulklassen, um Kinder und Lehrpersonen zu unterstützen. «Ich möchte erleben, wie meine Enkelkinder gross werden», erklärte die Seniorin ihre grössten Wunsch.

Auch die anderen Kinder sprachen von ihren grossen und kleinen Träumen: «Ich möchte Pilot werden, wie mein Vater.» Nur werde ihm immer schlecht, wenn er fliege, gab der Schüler zu. «Ich möchte einmal den Europapark besitzen», so ein weiterer Primarschüler. Seine Kollegin neben ihm sagte, momentan träume sie davon in Afrika am Strand zu liegen und auf Safari zu gehen.

Ein Junge nahm seinen Traum gleich mit auf die Bühne: Eine Lego-Eisenbahn. «Ich möchte einmal auf dem ganzen Dachboden entlang eine Lego-Bahn bauen», erklärte er seiner Gesprächspartnerin. Diese hatte als Kind einen ähnlichen Traum. Dieser bestand aber nicht aus einer Lego-Bahn, sonder einem eigenen Krämerli-Laden.

Die Seniorinnen erklärten den Kinder, dass früher ähnliche Träume hatten – wie Coiffeuse oder Lehrerin zu werden. Oftmals würden solche Träume auch in Erfüllung gehen. Mittlerweile wünschten sich die älteren Gesprächsteilnehmerinnen aber vor allem Gesundheit, oder, noch Urgrossmutter zu werden. Einig waren sich aber Jung und Alt: Träume sind nicht nur Schäume.

So träumten die Primarschüler weiterhin von Superhelden und Königinnen und verkleideten sich zum Abschluss erneut, um sich mit einem weiteren Ständchen zu verabschieden. «Das waren die Träume der Zukunft», schloss Katharina Simonet von AL'SO, die durch die Veranstaltung führte.