Mit Geschwindigkeiten bis zu 70 Kilometern pro Stunde hat der Wind gestern geblasen. Dazu hat es kräftig geschüttet. Vereinzelt war sogar ein Donnergrollen zu hören. Im Aargau stürzten Bäume und Bauabschrankungen um. Was nicht genug gut angebunden war, flog durch die Luft.

Leser-Reporter

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Am Sonntag haben stürmische Winde und Regen den Aargau heimgesucht und Spuren hinterlassen. Bei der Kantonspolizei sind deswegen bis am frühen Abend über 50 Meldungen eingangen. Senden Sie uns Ihre eindrücklichen Fotos des Unwetters.

Die Kantonspolizei Aargau, die Feuerwehren und Mitarbeiter der Bauämter hatten viel zu tun. «Bis jetzt sind bei uns 52 Meldungen eingegangen», sagte Max Suter, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, am Sonntagabend gegenüber der AZ. Verletzte habe es keine gegeben.

Auf der Barmelweid ist eine Tanne auf die Strasse gestürzt. Bis der Stamm zersägt und die Äste weggeräumt waren, gab es für Autos und Busse kein Durchkommen. Auch auf der Hauptstrasse zwischen Wohlen und Bremgarten versperrte ein umgekippter Baum den Weg.

In Frick ist gemäss Kapo-Sprecher Max Suter am Sonntagmorgen der Keller des Werkhofes überflutet worden. «Weil der Bach in der Nähe zu viel Wasser führte.»

Sturmschäden in der ganzen Region

Sturmschäden in der ganzen Region

Umgekippte Bäume, verwehte Bauschranken und vereinzelt vollgelaufene Keller: Regen, Gewitter und starke Windböen hielten die Feuerwehr heute auf Trab.

Auch im Zurzibiet stürzten Bäume um. So blockierte bei der Döttiger Post ein Baum die Brücke über den Binnenkanal. Die Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz rückte aus, um die Blockade zu beseitigen. Auch in Klingnau und Böttstein waren die 16 Feuerwehrleute im Einsatz. Auf der Bruggerstrasse Richtung Leuggern mussten mit einem Traktor zwei weitere Bäume geräumt werden. Zudem mussten Bauabschrankungen aufgestellt und eine Vielzahl Äste von Trottoirs entfernt werden.

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65 Meldungen in Solothurn

Auf der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn gingen rund 65 Meldungen ein. Zirka 50 Meldungen wegen dem starken Wind (umgestürzte Bauabschrankungen, losgelöste Plachen, heruntergefallene Äste, umgestürzte Bäume, lose Dachziegel) und zirka 15 Meldungen wegen eindringendem Wasser in Liegenschaften, was jeweils ein Aufgebot der zuständigen Feuerwehr nach sich zog. Verletzt wurde nach derzeitigen Erkenntnissen niemand und auch die Schäden dürften eher gering sein, teilt die Kantonspolizei mit. Die meisten Meldungen gingen am Sonntag zwischen 15.30 und 19 Uhr ein, danach beruhigte sich die Situation merklich.

Auch im Tessin sorgten der Strum für Probleme: Die heftige Winde beschädigten das Zelt des Circus Knie, der am Sonntagnachmittag in Bellinzona sein Gastspiel beendet hatte.  

Das Zelt des Circus Knie hielt im Tessin den starken Winden nicht Stand.