Geschäftssitzverlagerung

Uhrenfabrik Mondaine bleibt in Biberist

Standort Biberist ist von Verlegung des Geschäftssitzes nicht betroffen.

Standort Biberist ist von Verlegung des Geschäftssitzes nicht betroffen.

Die Mondaine hat ihren Geschäftssitz von Zürich nach Pfäffikon im Kanton Schwyz verlegt. Die Fabrik in Biberist ist aber nicht betroffen, diese bleibt an ihrem Ort. Es wurden sogar zusätzliche Arbeitsplätze von Deutschland nach Biberist verlagert.

Die Mondaine Watch hat ihren Geschäftssitz mit 40 Mitarbeitenden von Zürich nach Pfäffikon im Kanton Schwyz verlegt. Ronnie Bernheim, der mit seinem Bruder André Bernheim das Unternehmen besitzt und leitet, bestätigt einen Bericht im «Boten der Urschweiz». Davon nicht betroffen sei die Fabrik in Biberist, ergänzt er. Dort arbeiten rund 110 Mitarbeitende für die Uhrenherstellerin Mondaine (unter anderem wird die «Bahnhofsuhr für das Handgelenk» produziert) und die ebenfalls den Bernheims gehörende Marlox-Gruppe. Diese verfügt über Lizenzen zur Herstellung und Vermarktung diverser Uhrenmarken, so beispielsweise Luminox.

Keine Verlagerungspläne

«Es gibt keinerlei Pläne für eine Verlagerung des Werkes», versichert Bernheim. Im Gegenteil. Man habe soeben Arbeitsplätze von Marlox in Deutschland nach Biberist verlagert. Das sei zwar nach der Aufhebung des Mindestwechselkurses durch die Schweizerische Nationalbank ein aus heutiger Sicht teurer Entscheid. «Aber wir zählen auf die sehr hohe Effizienz unserer Mitarbeitenden in Biberist, um konkurrenzfähiger zu werden.»

Zum Verlegungsentscheid der Hauptquartierabteilungen nach Pfäffikon hätten mehrere Gründe geführt. Zum einen sei Luminox seit geraumer Zeit mit einem Filialbetrieb bereits in Pfäffikon vertreten. Deshalb habe es Sinn gemacht, Mondaine ebenfalls nach Pfäffikon zu bringen und alles unter einem Dach zu konzentrieren. Zudem gebe es in der dortigen Region qualifizierte und verfügbare Arbeitskräfte für die Bereiche Marketing, Logistik und Administration. «Hier suchen und finden wir gute Fachkräfte, was in Zürich mittlerweile deutlich schwieriger geworden ist.»

Zwar hätten auch steuerliche Gründe für den Umzug ins Steuerparadies gesprochen. «Aber das ist nie der Hauptgrund gewesen. Allein deswegen hätten wir schon lange in den Kanton Schwyz zügeln können», meint Bernheim. Das Tüpfelchen auf dem i sei dann noch die Verkehrssituation in Zürich gewesen. «Es ist schlicht eine Zumutung, am Morgen vom Bezirk Meilen, unserem Wohnort, über das Zürcher Bellevue ins Sihlcity zu fahren.»

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