Keine Maschine wie die andere; Bikes, die jedes Herz höher schlagen lassen. Über 700 Harley-Davidsons zogen mit ihrem sonoren Brummen Runden, bis sie ein Plätzli vor der Herbstmesse Solothurn HESO oder in der Altstadt fanden. «Vor 16 Jahren, als ich das erste Mal dabei war, reichte noch der Platz vor der Reithalle. Aber wir hatten jedes Mal gutes Wetter – diesmal mit Bise, dasch nid guet für d’ Meitschifriise...», witzelte der Solothurner Jurist Jean-Claude Cattin in schwarzem Leder. Um 13 Uhr setzte sich der röhrende Tross in Bewegung, um zum Charity Ride auszuschwärmen. Dank den verkauften Mitfahrgelegenheiten brachte er 2000 Franken für den HESO-Gast 2015, die Hauswirtschafliche Ausbildungsstätte Hohenlinden, ein.

Mit lautem Knattern zogen die heissen Öfen durch die Solothurner Altstadt.

Mit lautem Knattern zogen die heissen Öfen durch die Solothurner Altstadt.

Das Bike des Tages

Star-Bike und Sieger der Oldie-Kategorie war eine liebevoll instand gesetzte 1926er Harley von Ueli Zbinden aus Kernenried. «Er wohl der grösste Tüftler, den ich kenne und bei ihm muss jedes ‹Schrübli› original sein», weiss Co-Organisator und Harley-Experte Markus Gilgen. Geschätzter Wert des Bikes: «Wohl gegen 20 000 is 30 000 Franken.» Der Titel des schönsten HESO-Bikes überhaupt ging dagegen David Alexis aus Courroux mit seiner Harley Davidson V-rod. «Es war ganz einfach imposant und wir erhielten sehr viele Komplimente», zog Gilgen eine positive Bilanz.