Aarefähre
Überraschende Wende: Esther Gassler will doch Fähren-Gotte werden

Sie will, … sie will nicht, … nun will Esther Gassler doch Gotte der neuen Inseli-Fähre werden. Dies, sobald die nötigen Prüf- und Abnahmearbeiten durchgeführt worden sind. Wann die Taufe stattfinden wird, steht allerdings noch nicht fest.

Urs Mathys
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Dass sich die Solothurner Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler nun doch als Fähren-Gotte zur Verfügung stellt, überrascht nach ihrer abrupten Absage des Tauftermins vom 12. August. Doch auf Anfrage wird durch Gasslers Departementssekretariat bestätigt: Esther Gassler ist immer noch bereit, das Amt als Patin zu übernehmen.

«Klare Bedingungen» seien aber, dass Prüfung und Abnahme der Fähre sowie der Uferbefestigungen erfolgt seien und dass Fährmann Simon Antener die erforderliche theoretische Bootführerprüfung abgelegt habe. Anschliessend, so verlautet aus dem Departement der auf Regierungsbesuch in Nidwalden weilenden Volkswirtschaftsdirektorin, könne ein passender Tauftermin festgelegt werden.

Odd Fellows am Ruder

Die Verantwortlichen des Odd Fellow-Ordens, der immerhin 80‘000 Franken an die neue Fähre beigesteuert hat, setzen derzeit alles daran, die Voraussetzungen zu einem Happyend zu schaffen: Nach dem Platzen des ersten Tauftermins hat der Orden diese Woche buchstäblich das Ruder übernommen, wie Richard Mühlemann, Altmeister der Albrecht-Haller-Loge in Bern bestätigt.

Dies, nachdem sich die Inselibauern-Familie Antener mit Vorwürfen, dass sich «der Kanton» gegen sie verschworen habe – zusehends selber ins Abseits manövriert hatte. Eine Entwicklung, der man nicht tatenlos habe zusehen können, so Mühlemann.

Kontrollen in der nächsten Woche?

Der Logen-Altmeister erklärt, dass er nun zusammen mit dem Fähren-Importeur dafür sorgen wolle, dass bis Ende der laufenden Woche sämtliche nötigen Unterlagen zuhanden der amtlichen kantonalen und eidgenössischen Prüfstellen – kantonale Motorfahrzeugkontrolle (MFK) und Kontrollstelle für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) - zur Verfügung stehen.

In der nächsten Woche, so hofft Mühlemann, könnten dann die erforderlichen Tests durch die Amts- und Prüfstellen erfolgen.

Und dann sollte einer feierlichen Taufe der Fähre auf den Namen «Odd Fellows» und der offiziellen Inbetriebnahme laut Mühlemann nichts mehr im Wege stehen. Ob Fährmann Simon Antener bis zu diesem Termin die geforderte Prüfung absolviert hat, ist allerdings fraglich. Aber rechtlich reicht es aus, dass jemand, der im Besitz eines Bootsführerscheins ist, Antener begleitet. Sowohl Mühlemann als auch der Fährenimporteur könnten dies sicherstellen – zumindest für den Tauftermin ...