Kanton Solothurn
Überprüfung zeigt: Fussgängerstreifen sind grundsätzlich sicher

Die Sicherheit auf den Fussgängerstreifen im Kanton Solothurn ist im Grossen und Ganzen zufriedenstellend. Das zeigt eine Überprüfung. Einzelne Steifen müssen verschoben oder aufgehoben werden.

Philipp Eng
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Der Kanton hat bisher 300 Fussgängerstreifen überprüft.

Der Kanton hat bisher 300 Fussgängerstreifen überprüft.

Oltner Tagblatt

Die Sicherheit oder eben Unsicherheit im Strassenverkehr ist ein Dauerbrenner, auch bei den Fussgängern als schwächstes Glied der Kette. Ein Blick in die Unfallstatistik der Kantonspolizei Solothurn zeigt: Allein im Jahr 2012 kamen 60 Fussgänger bei einem Verkehrsunfall zu schaden.

46 Personen wurden leicht verletzt, 13 schwer und ein Fussgänger verlor bei einem Unfall gar sein Leben. 27 der Fussgänger-Unfälle - fast die Hälfte also - ereigneten sich beim Überqueren eines Fussgängerstreifens.

Verschieben oder aufheben

Nach einer SP-Interpellation im Kantonsrat wurde das Projekt «Sicherheitsbeurteilung und Überprüfung von Fussgängerstreifen auf Kantonsstrassen» ins Leben gerufen. Im vergangenen Jahr nahm sich deshalb das Amt für Verkehr und Tiefbau dem Problem an und überprüfte die Sicherheit von 300 der rund 900 Fussgängerstreifen im Kanton.

Nun zieht Rolf Ziegler, Leiter Verkehrsmassnahmen, eine erste Bilanz: «Die Sicherheit auf den Solothurner Fussgängerstreifen ist grundsätzlich zufriedenstellend.» Gewisse Standorte von Fussgängerstreifen müssten verschoben oder aufgehoben werden, was allerdings kein einfaches Unterfangen sei. Die definitiven Ergebnisse der Fussgängerstreifen-Überprüfung werden derzeit ausgewertet.

Aus den Richtlinien für Strassenverkehrsanlagen geht hervor, dass ein Fussgängerstreifen nur dann sinnvoll ist, wenn in einer «Spitzenstunde» rund 50 Fussgänger die Strasse passieren oder wenn über fünf Stunden verteilt mindestens 100 Fussgänger einen Streifen benutzen.

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