Asylunterkunft
Über 60 Angebote für Asylzentren eingegangen

Weil die Asylzentren bald voll belegt sind, sucht der Kanton Solothurn intensiv nach neuen Unterkünften. Der Aufruf stiess auf überraschend grosse Resonanz.

Christof Ramser
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In der Nachbarschaft des Durchgangszentrums auf dem Balmberg gibt es keine zweite Asylunterkunft.

In der Nachbarschaft des Durchgangszentrums auf dem Balmberg gibt es keine zweite Asylunterkunft.

Hanspeter Bärtschi

Die Massnahme war unüblich, aber erfolgreich: Über 60 Angebote sind beim Kanton Solothurn eingetroffen, nachdem dieser per Inserat Asylunterkünfte gesucht hatte. „Wir werden die Angebote nun seriös prüfen", sagt Claudia Hänzi, Abteilungsleiterin Sozialleistungen und Existenzsicherung im Amt für soziale Sicherheit. Unter den Angeboten seien auch solche mit „überrissenen Preisvorstellungen", sowie Bauland in der Industriezone. „Diese Angebote scheiden als erstes aus", sagt Hänzi. Lange Verfahren für Umzonungen will der Kanton vermeiden.

Kein zweites Zentrum auf dem Balmberg

In Frage kommen auch Plätze, die sich für den Bau von Pavillons oder Container eignen. Frühestens Ende Februar ist klar, wo sich die möglichen Standorte für rund 50 Asylbewerber befinden. Weil die bestehenden Asylunterkünfte bald voll belegt sind, sollen die Plätze bis im Sommer zur Verfügung stehen. Klar ist jetzt: Das Kurhaus Balmberg wird nicht zum Asylzentrum, wie da und dort vermutet worden ist. „Wir sind zwar auf der Suche nach einem Nutzer für das Kurhaus, eine Unterkunft für Asylsuchende ist aber nicht vorgesehen", sagt Martin Zurbriggen von der Raiffeisen-Bank Mischabel-Matterhorn. Die Bank ist Besitzerin Kurhauses, das unmittelbar neben dem Durchgangszentrum auf dem Balmberg liegt.