Solothurn/Olten/Grenchen
Über 2'500 Live-Zuschauer an den Digitaltagen in den drei Städten

Die Digitaltage brachten am 3. November 2020 erstmals auch im Kanton Solothurn die Bevölkerung in den Digitalisierungsmodus. Über 2'500 Live-Besucher haben sich die Online-Angebote angesehen. Die Fachstelle Wirtschaftsförderung wertet die Premiere als Erfolg.

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Digitaltag in Solothurn: Kurt Fluri und Moderatorin Anita Panzer im Gespräch mit Pepper.

Digitaltag in Solothurn: Kurt Fluri und Moderatorin Anita Panzer im Gespräch mit Pepper.

zvg

Die Organisatoren der Digitaltage im Kanton Solothurn haben ihre digitalen Fertigkeiten unter Beweis gestellt. Innert weniger Tage mussten sie infolge der Corona-Beschränkungen ihr physisch geplantes Programm in ein Online-Angebot umwandeln. «Die Feuerwehrübung ist geglückt», wie die Staatskanzlei in einer Mitteilung schreibt. Mit den Livestreams hätten die drei lokalen Organisatoren über 2'500 Personen erreicht – das seien deutlich mehr, als an den physischen Veranstaltungen erwartet worden wären. Bei den einzelnen Beiträgen waren jeweils zwischen 50 und 250 Zuschauer live mit dabei.

Die Fachstelle Wirtschaftsförderung hat die Initiative zur Durchführung der Digitaltage 2020 im Kanton Solothurn ergriffen. Mit dem Ziel: Der Bevölkerung einen einfachen Zugang zur Digitalisierung zu ermöglichen und gleichzeitig den Kanton Solothurn als innovativen und technologieorientierten Standort zu präsentieren. «Die Online-Angebote haben beide Zielsetzungen erfüllt», heisst es in der Mitteilung weiter. Die zahlreichen beteiligten Organisationen und Institutionen aus Bildung, Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur hätten eindrückliche Einblicke in ihren digitalen Alltag gewährt. «Ein starkes Zeichen aus dem Kanton Solothurn.»

Grenchen: Diskussion mit virtuell zugeschaltetem Publikum

Mehr als 300 Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich live beim ersten Digital Day in Grenchen zugeschaltet. Dieser wurde organisiert von der Wirtschaftsförderung der Stadt Grenchen und der Höheren Fachschule für Technik Mittelland (hftm). In sieben Themenblöcken mit anschliessender Fragerunde haben Susanne Sahli, Wirtschaftsförderin der Stadt Grenchen, und Michel Rüfenacht, Leiter berufsbegleitende Studiengänge der hftm, regionalen Unternehmen, der hftm sowie dem Kanton Solothurn eine Plattform für digitale Praxis-Projekte geschaffen.

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Stadtpräsident François Scheidegger und Wirtschaftsförderin Susanne Sahli im Gespräch

Screenshot

Viele Fragen aus dem virtuell zugeschalteten Publikum erhielten die Referenten bei der anschliessenden Podiumsdiskussion unter dem Titel «5G – Chancen und Risiken für die Industrie». Das Thema wurde von Patrick Weibel, 5G-Programmleiter bei der Swisscom AG, und Franco Cerminara, Chief Consulting Officer InfoGuard AG aus unterschiedlichen Blickwickeln diskutiert. Abschliessend zeigte Urs Thönen, Product Manager Phoenix Contact AG, in seinem Beitrag mit einem beispielhaften Projekt der SBB das Zusammenspiel von neuen Technologien und Nachhaltigkeit.

Olten: Der Mensch im Mittelpunkt

Die sieben Online-Referate der Digitaltage in Olten beschäftigten sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, wissensbasierten Systemen, Virtual Reality und virtuellen Räume, dem Internet der Dinge, Cybersecurity oder dem «Triple Overload», also unserem Umgang mit der durch die Digitalisierung ausgelösten Daten- und Kommunikationsflut. Es wurde viel über Technologie gesprochen und gleichzeitig stand immer der Mensch im Mittelpunkt. Damit konnte das ursprüngliche Ziel erreicht werden: aufzeigen, was die Digitalisierung für unseren Alltag und unser Berufsleben bedeutet und wie wir als Einzelpersonen und als Gesellschaft heute und künftig mit digitalen Technologien arbeiten werden.

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Über 60 User verfolgten gleichzeitig den Stream und mit über 260 verschiedenen Live-Zuschauern sowie über 500 Zuschauern im Nachhinein waren gesamthaft viel mehr Personen am Bildschirm dabei, als bei einer physischen Durchführung möglich gewesen wären. «Wir sind sehr zufrieden, dass wir auf diesem Weg den Digitaltag 2020 durchführen konnten und glauben, damit einen Beitrag geleistet zu haben, um die Region Olten hinsichtlich Digitalisierung vorwärts zu bringen», bilanzierte Rolf Schmid, Geschäftsführer der mitorganisierenden Wirtschaftsförderung der Region Olten.

Solothurn: Auch gezielt ältere Menschen angesprochen

Über 2'000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren am Digitaltag in Solothurn online dabei: «Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Wir haben bei der ursprünglich geplanten physischen Durchführung – also mit Publikum - mit insgesamt rund 1'000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet», freut sich Esther Luterbacher Graf, Co-Geschäftsführerin der Standortförderung espaceSolothurn.

Sie erklärt sich die positive Resonanz mit dem vielseitigen Programm zu Zukunftsforschung, Smart Living, Smart Building, sozialen Robotern, eGovernement, Kryptowährungen und vielem mehr. Mit Beiträgen zu digitalen Hilfsmitteln für den Alltag, Spiele auf dem Tablet oder Digital-Coaches von der Pro Senectute des Kantons Solothurn wurden am Digitaltag Solothurn auch ältere Menschen gezielt angesprochen.

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Hanspeter Bärtschi

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