Bern
Über 17'000 Unterschriften gegen Schliessung der Moutier-Bahn eingereicht

Am Donnerstag haben die VCS-Sektionen Solothurn, beider Basel, Bern und Jura die Petition «Hände weg von der Solothurn-Moutier-Bahn!» bei der Bundeskanzlei eingereicht. Über 17'000 Unterschriften sind zusammengekommen.

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Übergabe der VCS-Petition «Hände weg von der Solothurn-Mouthier-Bahn» Anfang Dezember in Bern.
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17000 Unterschriften wandeln durch Bern
Es kommt eine Bahn daher
Auch Roberto Zanetti ist da. Ganz links ist Andreas Flury aus Matzendorf zu sehen. Er hat im Alleingang 2300 Unterschriften gesammelt.
Moutier-Bahn: Übergabe der Unterschriften in Bern
Jürgen Hofer (Tourismus-Direktor), Mitglied des VCS und Evi Allemann übergeben die Petition "Hände weg von der Solothurn-Mouthier-Bahn" an Raphael Leuenberger von der Bundeskanzlei.

Übergabe der VCS-Petition «Hände weg von der Solothurn-Mouthier-Bahn» Anfang Dezember in Bern.

Hanspeter Bärtschi

Der Bund will die Strecke Solothurn-Moutier schliessen, weil sie nicht rentiert. Das wollen verschiedenste Gemeinden, Organisationen und Institutionen nicht einfach so hinnehmen (siehe Kasten). Sie kämpfen für den Erhalt der Bahnlinie.

Im September wurde mit dem Sammeln von Unterschriften gestartet. Bis heute sind über 17'000 Unterschriften gegen die Schliessung der Strecke Solothurn-Moutier zusammengekommen. Am Donnerstag werden sie in Bern der Bundeskanzlei übergeben.

Sie kämpfen gegen die Pläne

Crémines, Herbetswil, Lommiswil und Welschenrohr, Moutier, Saicourt, Eschert, Grandval, Perrefitte, Bévilard und Corcelles, Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz, die Grünen (Leberberg/ Stadt und Kanton Solothurn), les Verts du Jura, Naturpark Thal, Pro Natura Solothurn, Pro Weissenstein, Region Solothurn Tourismus, repla espaceSolothurn, SEV, Solothurner Eisenbahn-Amateure, SP Stadt Solothurn, Verein Tunnelkino, WWF Solothurn.

Für die Unterzeichner der Petition braucht es laut einer Mitteilung der vier VCS-Sektionen Jura, beider Basel, Solothurn und Bern aber die Bahn. Sie verbinde drei Regionen miteinander und verschaffe den Regionen im Jura einen direkten Zugang zum Mittelland. Besonders für Pendler und Schüler sei sie bedeutend.

Die Bahn entlaste auch die Strasse. Wenn die Bahn durch Busse ersetzt werde, komme es zu "ökologisch sinnlosen Umwegen". Die Bahnlinie sei auch entscheidend als Zubringer für die neue Seilbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein, welche demnächst eröffnet wird.

An einer Medienkonferenz unterstrichen Evi Allemann (Präsidentin VCS Schweiz und SP-Nationalrätin), Stefan Müller-Altermatt (Gemeindepräsident Herbetswil und CVP-Nationalrat), Jürgen Hofer (Direktor Solothurn Tourismus), Eric Nussbaumer (SP-Nationalrat BL) und Maxime Zuber (Maire de Moutier) mit ihren Statements die Wichtigkeit dieser Bahnlinie.

Im Sommer war bekannt geworden, dass der Weissensteintunnel, durch den die Linie führt, nur noch bis 2016 befahren werden darf. Dann muss er für rund 170 Mio. Franken saniert werden - oder der Bahnbetrieb wird eingestellt und durch Busse ersetzt. Der Bund und die Kantone Bern und Solothurn wälzen solche Gedanken. (ldu/sda)