Flumenthal/Deitingen

Trotz Widerstand: Kommission erteilt Baubewilligung für Bundesasylzentrum

Ab 2019 sollen im Deitiger Schachen 250 Asylsuchende untergebracht werden. (Symbolbild)

Ab 2019 sollen im Deitiger Schachen 250 Asylsuchende untergebracht werden. (Symbolbild)

Der Widerstand ist gross: 50 Einsprachen gingen gegen das geplante Bundesasylzentrum im Deitinger Schachen ein. Dort sollen ab 2019 bis zu 250 Menschen untergebracht werden.

Da das Projekt des Kantons und des Bundes auf Flumenthaler Boden lieg, ist diese Gemeinde für die Auflage zuständig. Vor allem Bewohner der Gemeinde Deitingen wehrten sich gegen das Projekt. Die 50 eingegangenen Einsprachen wurden nun aber abgewiesen. Dies bestätigt Felix Steiner, Präsident der Baukommission Flumenthal auf Anfrage. Gleichzeitig hat die Baukommission dieses Wochenende die Baubewilligung für das Zentrum erteilt.

Zur Einsprache berechtigt seien Beschwerdeführer nur, wenn sie stärker als die Allgemeinheit von einem Vorhaben betroffen seien, erklärt Steiner. «Bei allen 50 Einsprechern ist dies nicht der Fall.» Einerseits liege das daran, dass die Beschwerdeführer nicht nahe genug am Standort des geplanten Bundesasylzentrums wohnen. Andererseits auch an den Punkten, die die Einsprecher kritisiert haben: «Oft wurde genannt, durch das Projekt gebe es künftig mehr Asylsuchende am Bahnhof in Deitingen.» Und davon sei ein Einsprecher nicht stärker betroffen, als die restlichen Einwohner der Gemeinde. Auch die Beschwerde der Einwohnergemeinde Deitingen wurde abgewiesen. Diese sei nur zur Einsprache berechtigt, wenn ihr hoheitliches Aufgabengebiet betroffen sei. Es sei aber nicht eine hoheitliche Aufgabe der Gemeinde, dafür zu sorgen, dass sich nicht zu viele Leute am Bahnhof aufhalten, so Steiner.

Über den Entscheid der Kommission empörte sich das Komitee für Sicherheit in Deitingen. Gegenüber dem Lokalradiosender «Radio 32» schrieb ein Mitglied: «Noch stehe ich unter Schockstarre. Anscheinend werden die Interessen von Fremden höher gewichtet, als die von der arbeitenden und steuerzahlenden Bevölkerung.» Auf die Baubewilligung folgt eine 10-tägige Beschwerdefrist. Laut Steiner sei nun das Ziel, dass der Bau des Zentrums schnellst möglichst starten könne. (NKA)

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