Mit Auflagen
Trotz Trockenheit: Die grossen Feuerwerke im Kanton sind nicht gefährdet

Im Kanton gilt Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Fürs Abbrennen von Raketen und Co. sind Einschränkungen erlassen worden. Die meisten Feuerwerke an den offiziellen Feiern sind aber nicht gefährdet.

Noëlle Karpf
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Feuerwerk über der Stadt Olten wird es auch heuer geben. (Archiv)

Feuerwerk über der Stadt Olten wird es auch heuer geben. (Archiv)

Bruno Kissling

Raketen, Vulkane und Sonnen: Der 1. August naht und entsprechend auch die Vorfreude – zumindest bei den einen – auf das Feuerwerk. Am Donnerstag teilte der Kanton aber mit, dass dieses heuer nur unter Einschränkungen gezündet werden darf. Privates Feuerwerk etwa nur in 200 Metern Abstand zum Wald, 1.-August-Feuer und Himmelslaternen sind dieses Jahr gänzlich verboten.

Die grossen Feuerwerke an den öffentlichen 1.-August-Feiern sind aber nicht gefährdet, wie eine Anfrage bei der kantonalen Katastrophenvorsorge ergibt, die derzeit Fragen rund ums Thema Feuer und Feuerwerk beantwortet. So können etwa die Feuerwerke in den Städten, oder jenes im Bleichenberg stattfinden.

Auflagen in Biberist, Absage in Selzach

Bei diesen Feuerwerken wird im Voraus geprüft, ob allenfalls noch Auflagen durch die Kantonspolizei erteilt werden müssen, wie Rudolf Junker, Leiter der Katastrophenvorsorge erklärt. Weil aktuell die Waldbrandgefahr aufgrund der andauernden Trockenheit im Kanton nach wie vor gross ist. Zudem klären die Brandspezialisten der Kantonspolizei Solothurn im Vorfeld etwa ab, ob die Feuerwehr vor Ort oder gar Wasserschläuche schon parat liegen sollten für Notfälle.

Nachträgliche Auflagen werden dann erteilt, wenn beim ursprünglich geplanten Feuerwerk der Abstand zum Wald zu klein ist. So etwa auf dem Bleichenberg, wo die Gemeinden Biberist, Derendingen und Zuchwil jeweils gemeinsam eine 1.-August-Feier veranstalten.

Dort hat man das Feuerwerk deshalb um einige Meter verschoben. So kann es stattfinden. Anders in Selzach. Dort wird es am diesjährigen «Chapffest» kein Feuerwerk geben. Ansonsten können die grossen Raketen im ganzen Kanton von Olten bis Grenchen gezündet werden.

Auszug aus einem Merkblatt der Katastrophenvorsorge

Fragen zum Feuerverbot

Darf im Wald, am Waldrand oder an Fluss- und Seeufern grilliert werden oder fest eingerichtete Feuerstellen benutzt werden? 

Nein, es ist verboten, fest eingerichtete Feuerstellen/Kochstellen mit Holz und/oder Kohlefeuerung sowie Cheminées zu benützen, da von Funkenwurf ausgegangen werden muss.

Zulässig ist im Wald, am Waldrand sowie an Fluss- und Seeufern das Grillieren mit Gas- oder Elektrogrill.

Darf ich zu Hause grillieren? 

Ja, erlaubt sind Gas- und Elektrogrill, Holzkohle- und Einweggrill, Cheminée und Feuerschalen.

Darf ich im Freien Feuerwerkskörper abbrennen? 

Ja, das Abbrennen von Feuerwerk im Freien ist erlaubt, wenn zu Wald und trockenen Feldern ein Sicherheitsabstand von mindestens 200 Metern eingehalten wird.

Dürfen Himmelslaternen angezündet bzw. steigen gelassen werden?

Nein, dies ist überall verboten. Das Verbot gilt für alle mit offenem Feuer betriebenen Flugkörper.

Es gilt, stets die nötigen Vorsichtsmassnahmen einzuhalten.