Kanton Solothurn

Trotz steigenden Fallzahlen: Präsenzunterricht soll bleiben

Händewaschen an den Schulen, #Seifenboss

Händewaschen an den Schulen, #Seifenboss

Die Schulen behalten die seit dem Frühling geltenden Massnahmen bei, mit einer leichten Verschärfung der Maskentragepflicht.

Als im Frühling die Zahl der Neuinfektionen stark anstieg, wagten die Behörden einen drastischen Schritt: Um Ansteckungen zu verhindern, wurden sämtliche Schulen für mehrere Wochen geschlossen. Trotz der stark steigenden Fallzahlen ist dies in diesem Herbst kein Thema mehr.

Einerseits, weil Kinder nicht mehr als Treiber der Pandemie gelten. Andererseits, weil der Zugang zu Bildung trotz der Pandemie für alle Kinder gewährleistet werden soll. Auch im Kanton Solothurn soll der Präsenzunterricht möglichst gewährleistet werden, deshalb hat das Volksschulamt für den 26. Oktober eine leichte Ausweitung der Schutzmassnahmen angeordnet.

Maskenpflicht für alle Erwachsenen

Im Frühling entwarf das Volksschulamt für die Schulen ein Schutzkonzept nach der Vorstellung eines «Kokons»: Die Schule soll ein sicherer Raum sein, in dem die Ansteckungsrisiken möglichst minimiert werden. Die Kinder und Erwachsenen in den Schulen müssen sich an Hygienevorschriften halten, Besuche von erwachsenen Personen auf dem Schulhausareal werden zu Unterrichtszeiten möglichst minimiert.

Am Abend dürfen Räumlichkeiten wie Turnhallen aber von den Vereinen genutzt werden.
Dieses Konzept will das Volksschulamt in den nächsten Wochen beibehalten, mit einer leichten Verschärfung. Ab nächstem Montag erhalten Besucherinnen und Besucher nur auf Einladung Zutritt zu den Schulhäusern und sie müssen eine Maske tragen. Für die Erwachsenen, die an den Schulen arbeiten, gilt ebenfalls eine Maskenpflicht, wenn die Distanzregeln über längere Zeit nicht eingehalten werden können.

Die Schutzmassnahmen an den Schulen haben sich laut dem Vorsteher des Volksschulamtes, Andreas Walter, bisher bewährt. Einen Anstieg der Fallzahlen habe man bisher nicht festgestellt, auch Ausfälle von Lehrpersonen aufgrund einer Infektion mit Covid-19 seien selten gewesen. Trotz der guten Erfahrungen rechnet das Volksschulamt damit, dass es zu einzelnen Massnahmen wie Klassenschliessungen, gegebenenfalls auch zu einzelnen Schulschliessungen kommen kann.

Monitoring mit dem Sentinel-Netzwerk

Um die Situation in den Schulen genau beobachten zu können, arbeiten das Volksschulamt, der Kantonsärztliche Dienst und verschiedene Schulen im Kanton im Sentinel-Netzwerk eng zusammen. Die Schulleiter der Schulen, die an dem Netzwerk teilnehmen, melden täglich die Absenzen an ihren jeweiligen Schulen.

Wird ein Kind an einer Schule positiv getestet, dann führen die Kinder der Klasse freiwillig ein Symptomtagebuch, zusätzlich werden sie zweimal, ebenfalls freiwillig, auf Covid-19 getestet. Das Projekt hat unter anderem das Ziel, mehr über die Übertragung von Covid-19 unter Kindern und Jugendlichen in Erfahrung zu bringen.

Autor

Rebekka Balzarini

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