Der Lehrplan 21 war im Kantonsrat schon mehrmals ein Thema. Erst vor zwei Monaten hatte das Parlament mit 50:42 Stimmen einen Auftrag der Fraktion CVP/EVP/GLP/BDP abgelehnt, der dem Regierungsrat die Kompetenz zur Einführung des Lehrplans wegnehmen und dem Kantonsrat geben wollte.

Nun verlangt ein Auftrag von Beat Künzli (SVP, Laupersdorf), die Einführung des Lehrplans 21 unterbinden. Im Kanton Solothurn will der Regierungsrat den neuen Lehrplan ab 2017/2018 einführen; den definitiven Entscheid will er 2015 fällen. «Die Kosten für den Lehrplan 21 liegen deutlich unter den Kosten für einen allfälligen kantonseigenen Lehrplan», schreibt die Bikuko in der Medienmitteilung zu ihrem Mehrheitsentscheid, den Auftrag Künzli abzulehnen.

Aargau und Baselland wackeln

Am 11. August hatte der Aargauer Bildungsdirektor Alex Hürzeler angekündigt, dass der Kanton Aargau den Lehrplan 21 erst auf das Schuljahr 2020/21 einführen werde – mehrere Jahre nach den Partnerkantonen SO, BL und BL im Bildungsraum Nordwestschweiz. Am 20. August stellte im Aargau ein Komitee aus 40 Privatpersonen eine kantonale Volksinitiative gegen die Einführung des Lehrplans 21 vor.

In Basel-Landschaft hat ein Komitee «Starke Schule Baselland» nach eigenen Angaben genügend Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt, die den Austritt des Kantons aus dem Schulharmonisierungskonkordat HarmoS verlangt. Auch diese Initiative richtet sich unter anderem gegen den Lehrplan 21. Volksbegehren gegen den künftigen, gemeinsamen Lehrplan der Deutschschweiz sind ferner in mehreren Ostschweizer Kantonen hängig (SG, TG, GR).

Exerne Schulevaluation beibehalten

Keine Mehrheit fand in der Bikuko auch ein Auftrag von Roberto Conti (SVP, Solothurn), der einen sofortigen gänzlichen Verzicht auf die externe Evaluation an den Solothurner Volksschulen verlangt. Die Kommissionsmehrheit ist wie der Regierungsrat der Ansicht, dass die externe Schulevaluation einen Mehrwert bringe und weitergeführt werden solle.

Abgelehnt hat die Bikuko auch einen weiteren Auftrag Conti für die Begrenzung der künstlerischen Ausstattung von kantonseigenen Bauten auf maximal 50 000 Franken pro Bauprojekt. Bisher wird in den Baukrediten jeweils ein Anteil von rund 0,5 Prozent des Rohausbaus für die künstlerische Gestaltung vorgesehen. (mgt/cva)