Aktien
Trotz der Sonderdividende gibt es kaum Handel mit den AEK-Aktien

Die AEK Energie AG zahlt dieses Jahr eine Sonderdividende von 12 500 Franken je Namenaktie aus. Dies liegt daran, dass es wenig verkaufswillige Aktionäre gibt und daran, dass die Aktien zum aktuellen Kurs stark beschränkt ist.

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12 500 Franken Sonderdividende schüttet die AEK pro Namenaktie aus.

12 500 Franken Sonderdividende schüttet die AEK pro Namenaktie aus.

Urs Lindt

Die Ankündigung einer hohen Sonderdividende für die Aktionäre der Solothurner AEK Energie AG hat den Handel mit deren Aktien kaum bewegt. Dabei könnte jeder Investor, der zum Zeitpunkt der Generalversammlung am 2. Mai eine AEK-Aktie besitzt, Kasse machen.

Das Unternehmen zahlt bekanntlich eine Sonderdividende von 12 500 Franken je Namenaktie aus. Darin ist die «normale» Ausschüttung – im Vorjahr betrug sie 660 Franken je Titel – eingeschlossen, wie AEK-Sprecherin Pia Daumüller auf Anfrage erklärt.

Dies entspricht einer Dividendenrendite – Ausschüttung im Verhältnis zum aktuellen Börsenkurs – von ungewöhnlich hohen 31,2 Prozent. Trotzdem wurden auf der Handelsplattform OTC-X der Berner Kantonalbank seit der Information über die Sonderausschüttung vor Wochenfrist in drei Transaktionen nur gerade vier Titel gehandelt. Gestern wurde ein Kurs von 39 990 Franken bezahlt.

«Schwerer» Titel kaum handelbar

Das lässt sich aber erklären. Die Zahl der verkaufswilligen Aktionäre ist angesichts des anstehenden Reibachs logischerweise klein. Hinzu kommt, dass die Handelbarkeit eines solch «schweren» Titels zum erwähnten Kurs stark beschränkt ist.

Ferner besteht nach einer Generalversammlung das Risiko eines sinkenden Aktienkurses wegen des Dividendenabschlags. Normalerweise wird nach der Auszahlung die Dividende aus dem Kurs «heraus gerechnet».

Das muss sich allerdings nicht eins zu eins niederschlagen. Ein weiterer Punkt ist die tiefe Handelsliquidität des Titels. Insgesamt 78,2 Prozent oder 4692 der 6000 Namenaktien befinden bei den Grossaktionären BKW (39,5 Prozent) und Alpiq (38,7 Prozent) in festen Händen.

Über die Eigentümer der restlichen 1308 AEKTitel oder 21,8 Prozent gibt der Energieversorger keine Auskunft, wie Daumüller sagt. Nur so viel: Es handle sich um Privatpersonen, Gemeinden und institutionelle Anleger. Die schwierige Handelbarkeit des Titels zeigte sich auch im Volumen in den Vorjahren. Da wechselten jährlich zwischen 8 und 20 Aktien die Hände.

Hohe Kursschwankungen

Der Handel mit nur wenigen Transkationen führt zu starken – oft zufällig anmutenden – Preisschwankungen. So kostete die Aktie vor fünf Jahren noch 50 000 Franken, um dann zwischenzeitlich auf 22 000 abzusinken. Seit Ende 2013 ist der Kurs mit nur acht Transaktionen um 38 Prozent auf die erwähnten 39 990 Franken geklettert. (FS)

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