«Die staatskirchenrechtlich abgesicherte Einnahmequelle ist nicht mehr unumstritten. In verschiedenen Kantonen herrscht ein Seilziehen um die Finanzpolitik», gab Kurt von Arx, Ressortleiter Finanzen, an der Synodalversammlung im Kantonsratssaal zu bedenken. Die Situation der Synode im Kanton Solothurn stimme zuversichtlich. Trotzdem gelte es, die Strategie zu definieren. Etwa: «Sind Vorentlastungen an finanzschwache Kirchgemeinden oder Investitionen in Pfarrhäuser und Kirchen richtig? Können die Fachstellen mit andern Landeskirchen zusammenarbeiten?» Hans-Jörg Brunner, Präsident des Synodalrates, erwähnte das Problem der Kirchenaustritte. Eine überkonfessionelle Arbeitsgruppe habe ein Projekt geschaffen, um Kircheneintritte zu erreichen.

Aus dem Synodalrat wurde nach 15 Amtsjahren Beat Fuchs, Ressort Personelles, verabschiedet. Sein Nachfolger heisst Alban Würgler aus Dulliken. Neu gewählt wurde auch Bernadette Rickenbacher, Olten, die voraussichtlich den 2014 zurücktretenden Hans-Jörg-Brunner ersetzen wird.

Ein kleinem Verlust

Einstimmig genehmigten die 90 Stimmberechtigten die Jahresrechnungen 2012. Verwalter Dominik Portmann präsentierte die Synodalrechnung – nach einer langen Zeit der schwarzen Zahlen – mit einem Verlust von 11 272 Franken, budgetiert war ein Gewinn von 18 449 Franken. Die Kirchgemeinden entrichten an die Synode 1,07 Mio. und für anderssprachige Missionen 1,5 Mio. Franken.

Positiv, mit einem Ertragsüberschuss von 13 041 Franken schliesst die Finanzausgleichsrechnung ab. Die Zahlung des Kantons mit 3,33 Mio. Franken fiel um rund 6 Prozent höher aus als im Vorjahr. Davon erhielten die Kirchgemeinden an Vorentlastungen und für Bau- und Renovationsvorhaben sowie für die Errichtung der Pastoralräume total 1,15 Mio. Franken. Auf 1,34 Mio. Franken belaufen sich die Beiträge für die Fachstellen wie Kirchenmusik, Religionspädagogik, Jugend, Diakonie und soziale Arbeit, Gefängnis-, Gehörlosen- und Spitalseelsorge. An private Institutionen gingen 815 732 Franken.

Über die St. Ursen-Vorsorgestiftung für kirchliche Mitarbeitende informierte Josef Zimmermann, Präsident des Stiftungsrates. Die Renten seien per 31. Dezember 2012 voll gedeckt und die geforderten Rückstellungen gebildet. Er bemängelte, dass über 20 Kirchgemeinden nicht bei der für Priester und Laientheologen obligatorischen Stiftung versichert seien. Er bat diejenigen Kirchgemeinden, über ihre Gesetzestreue und Solidarität nachzudenken.

Regierungsrat Klaus Fischer betonte die hervorragende Arbeit zwischen Kirche und Staat während seiner Amtszeit. Begeistert zeigte er sich über Papst Franziskus und dessen Aufforderung: «Haben Sie Mut zur Zärtlichkeit». Diese Botschaft gelte es aufzunehmen, denn zärtlich gegenüber Menschen, Umwelt und sich selber zu sein, verlange Vertrauen und Achtung.