Kanton Solothurn
Trockenheit: Feuerwehren wegen Wald- und Feldbränden im Einsatz

Am Freitag kam es in der Region Solothurn sowie im Oberaargau zu mehreren Bränden. Trotz des Regenschauers vom Samstag bleib im Kanton Solothurn das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe bestehen.

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In Wiedlisbach verbrannten Rundballen und Stroh.

In Wiedlisbach verbrannten Rundballen und Stroh.

pkb

In der Region ist es am Freitagnachmittag zu mehreren Bränden gekommen. In Niedergösgen hat ein Feuer ein Weizen-feld teilweise zerstört. In Bolken und Niederbuchsiten fingen Quaderballenpressen Feuer. In Aarwangen wurde durch ein Feuer Jungwald zerstört. Bei Wiedlisbach gerieten bei Strohpressarbeiten Rundballen in Brand. Verletzt wurde niemand.

In Niedergösgen brach kurz nach 15 Uhr während Drescharbeiten auf einem Weizenfeld ein Feuer aus. Die ausgerückte Feuerwehr Niedergösgen konnte den grossflächigen Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen.

Fast gleichzeitig ging in der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn die Meldung ein, dass in Bolken eine Quaderballenpresse Feuer gefangen hat. Beim Eintreffen der Patrouillen war die Feuerwehr äusseres Wasseramt bereits mit Löscharbeiten beschäftigt und hatte den Brand unter Kontrolle.

Rund eine Stunde später, kurz nach 16 Uhr, geriet in Niederbuchsiten wiederum eine Quaderballenpresse in Brand. Der Eigentümer hatte jedoch vorsorglich einen Wassertank an der Presse montiert und konnte so das Feuer vor dem Eintreffen der Feuerwehr Niederbuchsiten selber löschen. Verletzt wurde bei sämtlichen Vorfällen niemand.

Das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe infolge akuter Trockenheit bleibt trotz des gestrigen Regenschauers bestehen und ist zwingend einzuhalten.

Auch im Oberaargau kam es am Freitag zu zwei grösseren Feuerwehreinsätzen: Die Meldung über einen Brand in einem Waldstück im Unterhard bei Aarwangen ging bei der Kantonspolizei Bern am Freitag kurz nach 14 Uhr ein. Die Feuerwehren Aare und Langenthal standen mit rund 50 Angehörigen im Einsatz, konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen und löschen. In einer ersten Phase wurden die Löschschläuche über die Bahngeleise gezogen, konnten aber in der Folge verlegt werden, sodass der Bahnverkehr zu keiner Zeit behindert war. Aufgrund der grossen Trockenheit stellten die Feuerwehren über Nacht eine Brandwache. Durch das Feuer wurden rund 75 Aren Jungwald zerstört. Als Ursache steht unsachgemässe Entsorgung von Raucherwaren im Vordergrund.

Im Unterhard bei Aarwangen verbrannten 75 Aren Jungwald.

Im Unterhard bei Aarwangen verbrannten 75 Aren Jungwald.

pkb

Rund eine Stunde später, gegen 15.15 Uhr, gerieten bei Wiedlisbach eine Strohpresse und Strohballen in Brand. Der Landwirt bemerkte während des Pressvorgangs, dass sich Feuer entfacht hatte, konnte die Maschine vom Feld wegfahren und selbstständig löschen. Auf dem Feld verbrannten aber fünf Rundballen und etwas loses Stroh. Das Stoppelfeld verkohlte auf einer Fläche von ungefähr 30 Aren. Gemäss aktuellen Erkenntnissen dürfte sich während der Pressarbeiten Staub an einer heissen Oberfläche bei der Maschine entzündet und das Feuer ausgelöst haben. Im Einsatz standen die Feuerwehren Jurasüdfuss und Wangen mit rund 30 Angehörigen. Durch die starke Rauchentwicklung war der Verkehr auf der angrenzenden Autobahn A1 vorübergehend behindert. Der stockende Verkehr zog sich aufgrund von Schaulustigen aber rund eine Stunde hin.

In beiden Fällen wurde niemand verletzt. Neben den Feuerwehren beteiligten sich in Aarwangen und Wiedlisbach Landwirte mit Druckfässern an den Löscharbeiten. (szr)

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