Kanton Solothurn

Tourismusdirektor ist hocherfreut über die neuen Willkommenstafeln

So sieht die fertige Willkommenstafel aus

So sieht die fertige Willkommenstafel aus

Nach Jahren des Wartens hat nun auch der Kanton Solothurn Visitenkarten entlang der Autobahn. Tourismusdirektor Jürgen Hofer freut sich, dass die Tafeln nun endlich stehen. Er wollte keinen Schilderwald und ist mit den Ergebnis zufrieden.

Endlich, endlich stehen jetzt auch entlang der Solothurner Autobahnen Tafeln, die auf Sehenswürdigkeiten im Kanton aufmerksam machen. Gestern sind die ersten drei Tafeln montiert worden, eine bei Grenchen, eine bei Recherswil und die dritte bei Oensingen.

Hocherfreut gibt sich am Telefon Jürgen Hofer. Der Tourismusdirektor hat gerade ein Handybild von der ersten aufgestellten Tafel erhalten und vergisst in der Euphorie für eine kurze Zeit das laufende Telefongespräch. Hofer will das Bild seinen Mitarbeiterinnen zeigen. «Ich bin sehr glücklich», sagt Hofer, für den ein langjähriger Kampf endet, den schon sein Vorgänger führte. Endlich hat auch der Kanton Solothurn Visitenkarten an seiner Kantonsgrenze.

Drei sind schon aufgestellt

Bis jetzt war Solothurn in Sachen Autobahntafeln nämlich eine Art touristisches Niemandsland, vergleichbar mit Appenzell Innerrhoden, das gar keine Autobahn hat. Von nun an aber soll, wer auf der Autobahn von Basel oder Zürich nach Bern fährt, wissen, dass er sich auf Solothurner Boden befindet. An den Autobahn-«Einfallsachsen» A1, A2 und A5 stehen kurz nach der Kantonsgrenze jeweils braune Tafeln, auf denen oben «Kanton Solothurn» und unten «Willkommen» steht. Dazwischen befindet sich eine grosse Foto: In Grenchen heisst ein Panorama der Uhrenstadt Autofahrer willkommen. Wer von Bern nach Zürich fährt, bekommt bei Recherswil die Solothurner Altstadt zu Gesicht, und wer umgekehrt von Zürich nach Bern fährt, sieht bei Rothrist die Oltner Silhouette mit Holzbrücke. An der Belchensüdrampe grüsst ein Bild der Belchenfluh Reisende. Gestern sind die Tafeln in Recherswil und Grenchen aufgestellt worden, heute folgen Tafeln bei Rothrist und am Belchen.

Zwei Tafeln gibt es auch für den Naturpark Thal, allerdings nu sogenannte «Ankündigungstafeln» bei Niederbipp und Kestenholz. Eine davon ist gestern bereits aufgestellt worden. Die Tafeln sind kleiner als die anderen, es gibt kein Foto drauf, sondern nur den Schriftzug «Naturpark Thal» auf braunem Grund. Hätte man hier nicht auch ein schönes Jura-Panorama zeigen können? Dagegen hätte wohl auch Jürgen Hofer nichts. Aber: «Das Bundesamt für Strassen hat ganz klare Richtlinien», erklärt er. Um den Naturpark als touristische Attraktion ankünden zu können, müssten die Tafeln so und nicht anders gestaltet sein.

«Wenig, aber wirkungsvoll»

Als erste Tafel ist gestern Morgen jene bei Grenchen aufgestellt worden. Sie steht - in Fahrtrichtung Solothurn – nach dem Witi-Tunnel zwischen Autobahn-Aus und Einfahrt. Auf ihr ist ein Panoramabild der Uhrenstadt zu sehen. Macht es Sinn, dass die Tafel mit dem Grenchner Sujet erst nach der Ausfahrt steht? Auch hier verweist Hofer wieder auf die Richtlinien des Bundesamtes für Strassen. Es brauchte eine gewisse Distanz zum Tunnel.

«Wenige Tafeln, aber wirkungsvoll», war das Motto. Hofer wollte keinen Schilderwald. Zwar sind auf drei Tafeln die drei Städte abgebildet. Hauptzweck der Tafeln ist es aber, Reisende im Kanton willkommen zu heissen und nicht auf die Städte hinzuweisen. Deshalb sieht man nur Tafeln, wenn man in den Kanton hineinfährt. In umgekehrter Fahrtrichtung stehen vor Solothurn, Olten und Grenchen keine Hinweissignale.

195 000 Franken Lotteriegelder, die laut Verfassung «vollumfänglich für gemeinnützige Zwecke» genutzt werden sollen, hat der Solothurner Regierungsrat für die Tafeln gesprochen. 20 000 Franken trägt der Verein Kantons Solothurn Tourismus bei.

Nächstes Jahr werden zwei weitere Ankündigungstafeln (braun, ohne Foto) an der H18 bei Reinach Süd aufgestellt, die auf das Tourismusgebiet Schwarzbubenland hinweisen. Eine Panoramatafel wird am Eingang von Dornach aufgestellt. Das Schloss Gilgenberg ziert sie als Fotosujet.

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