Abendlicher Polizeieinsatz

Strom im Bahnhof Solothurn wird wegen Person auf Zugdach abgestellt – SBB prüfen Anzeige

Eine Person wurde auf einem BLS-Zug gesichtet. (Symbolbild)

Eine Person wurde auf einem BLS-Zug gesichtet. (Symbolbild)

Im Bahnhof Solothurn war am Donnerstagabend der Bahnverkehr unterbrochen. Grund dafür war eine Person, die sich auf einem Zugdach befand.

Im abendlichen Pendlerverkehr kam es im Bahnhof Solothurn zu einer Betriebsstörung. Grund war eine Person am Solothurner Hauptbahnhof, die sich auf dem Dach eines Zuges der BLS befand. Eine aussenstehende Person alarmierte darauf die Kantonspolizei Solothurn. Aus Sicherheitsgründen wurde im Bahnhof der Strom abgestellt. Die Polizei kam kurze Zeit vor Ort, die Person wurde aber nicht mehr gesichtet.

Wie die SBB am Freitagmorgen auf Anfrage mitteilt, war der Strom zwischen 17.40 und 18.00 abgestellt. Man muss nicht einmal die Fahrleitung berühren, um sich in Lebensgefahr zu bringen. «Es ist schon lebensgefährlich, sich einer Fahrleitung nur zu nähern», sagt SBB-Mediensprecher Daniele Pallecchi.

Züge stoppten

Durch die Störung war der gesamte Verkehr auf der Strecke beeinträchtigt. Das Konzept der SBB in diesem Fall sah vor, den Verkehr grossräumig via Bern zu lenken und die betroffenen Fernverkehrszüge in Biel und Olten umkehren zu lassen. Die Regiozüge stoppten in Selzach, Langendorf, Luterbach und Biberist. Als Alternative wären die Passagiere mit Bussen weiterbefördert worden.

In Olten wurden Reisende um 17.45 Uhr gebeten, den IC5 in Richtung Solothurn zu verlassen und sich im Bahnhof über die Weiterfahrt zu informieren. Als Alternative wurde der Regiozug angegeben. Gegen 18.10 Uhr kam in eben diesem – brechend voll und noch im Bahnhof Olten stehend – per Durchsage die Entwarnung: Der Bahnhof Solothurn sei bei der Ankunft voraussichtlich wieder befahrbar bzw. die Störung behoben. So war es dann auch. Die Passagiere kamen gegen 19 Uhr in Solothurn an.

Der 20-minütige Unterbruch war das eine, die Züge danach aber wieder an den richtigen Ort zu bringen, das andere. Deshalb war auch nach dem Netzunterbruch noch mit Verspätungen zu rechnen.

Anzeige wird geprüft

Zu den entstandenen Kosten und zur Haftungsfrage können keine Auskünfte gegeben werden. «Die SBB prüfen, ob eine Anzeige gemacht wird», so Daniele Pallecchi. (ldu/ber)

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