Todesfall
Solothurner Bildhauer Schang Hutter ist 86-jährig gestorben

Schang Hutter ist am 14.Juni 2021 gestorben. Der Solothurner Künstler wurde 86 Jahre alt.

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sda

In einer Todesanzeige vom Donnerstag in der «Solothurner Zeitung» heisst es, Schang Hutter sei nach schwerer Krankheit verstorben. Geboren wurde er am 11.August 1934 in Solothurn.

1954 wurde Hutter von seinem Vater fürs Studium nach München geschickt. Dort erfuhr er, was im Krieg geschah. Er liess sich von Giacometti inspirieren, wurde vom Bildhauer zum Künstler. Aber eigentlich wäre er lieber «Wiederherstellungschirurg» geworden, sagte er später. Bis 1961 lebte und arbeitete Hutter in München. Danach kehrte er nach Solothurn zurück.

Das Thema Krieg bewältigte er in seinen Werken. «Die Angst ist in meinen Figuren natürlich immer da. Es ist die Angst, die man immer hat, wenn man auf dieser Welt lebt», sagte Schang Hutter 2014 in einem Interview mit dieser Zeitung. Seine Skulptur «Sterbender Häftling» gilt als wichtiges Denkmal für die Opfer der Konzentrationslager.

Für Aufsehen sorgte er, als er 1998 seine Plastik Shoah vors Bundeshaus stellte. Die rechts aussen politisierende Freiheitspartei entfernte damals in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Eisenwürfel. Zürich gewährte dem Werk Asyl. Heute steht es in Solothurn in der Fegetzallee. (ldu)

Einige Werke von Schang Hutter: