Theatersaison 2013/2014
Theater Biel Solothurn hatte eine schlechte Saison

Das Theater und Orchester Biel Solothurn (Tobs) legt den Jahresbericht vor. Dieser zeigt: Die Rechnung schliesst mit einem Minus von 123 631 Franken. Dieser lässt sich mit dem Vorjahresgewinn kompensieren.

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Die Spielzeit des Theater Orchester Biel Solothurn in der Reithalle neigt sich dem Ende zu.

Die Spielzeit des Theater Orchester Biel Solothurn in der Reithalle neigt sich dem Ende zu.

Andreas Kaufmann

Die erste Spielzeit der neuen Intendanz und Geschäftsleitung des Theater und Orchester Biel Solothurn (Tobs) darf künstlerisch als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Finanziell hingegen ist das Ergebnis, aufgrund der nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen, weniger positiv. Das schreiben die Verantwortlichen und präsentieren den Jahresbericht 2013/14.

Als Highlight der vergangenen Saison im Schauspielbereich könne die Freilichtaufführung «Viel Lärm um nichts» auf dem Zeughausplatz in Solothurn bezeichnet werden. 2933 Besucher wollten das Shakespeare-Stück sehen. Beim Musiktheater war es «Un Ballo in Maschera» mit insgesamt 2888 Besuchern. In Biel seien die Besucher den Konzerten treu, in Solothurn bestehe diesbezüglich noch Entwicklungspotenzial, heisst es. Erfreulich sei die neu lancierte Sparte Tanz angelaufen.

Herausfordernde Saison

In der vergangenen Saison sei einerseits die grosse Herausforderung der Komplett-Renovation des Stadttheaters Solothurn, und andererseits die Arbeit innerhalb vollständig umgestellter organisatorischer Strukturen zu erfüllen gewesen, wird hervorgehoben.

Insbesondere in Solothurn verlangten die Aussenspielstätten von den Mitarbeitenden sämtlicher Abteilungen einiges an Improvisationstalent. «Nicht zuletzt dank dem grossen Verständnis des Publikums können rückblickend sämtliche Spielorte als inspirierende Glücksfälle bezeichnet werden», heisst es weiter.

Aus finanzieller Sicht schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Jahresverlust von 123 631 Fr. ab, welcher sich mit dem Vorjahresgewinn von 120 514 Fr. kompensieren lasse. «Gründe hierfür sind unter anderem Mindereinnahmen bei den Abstechern, ein leichter Rückgang der Konzertabonnenten sowie geringere Einnahmen bei den beiden konzertanten Opernaufführungen.» Der Selbstfinanzierungsgrad sei auf 25,9 Prozent gestiegen (Vorjahr 24,1 Prozent). In der Spielzeit 2013/2014 haben 58 838 Zuschauer insgesamt 279 Vorstellungen des Tobs in den Spielstätten in Solothurn, Biel und bei Abstechern besucht. Bezogen auf alle Sparten konnte eine durchschnittliche Auslastung von 66,2 Prozent erreicht werden.(mgt/frb)