Strassentunnel
Tessiner zeigen Kantonsräten Argumente gegen eine zweite Gotthard-Röhre auf

Bei kulinarischen und musikalischen Spezialitäten aus dem Tessin unterbreitete ein Bündnis von 18 Tessiner und Bündner Vereinen dem Kantonsrat seine sachlichen Argumente gegen eine zweite Gotthard-Röhre.

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Zumindest die kulinarisch-musikalischen Argumente aus dem Tessin kamen in Solothurn an.

Zumindest die kulinarisch-musikalischen Argumente aus dem Tessin kamen in Solothurn an.

Hanspeter Bärtschi

Der Kanton Tessin steht keineswegs einhellig hinter einer zweiten Gotthard-Röhre - auch wenn Tessiner Politiker, wie Ständerat Filippo Lombardi (CVP) bei jeder Gelegenheit etwas anderes behaupten würden.

Mit dieser Botschaft gelangten am Dienstag mehrere Vertreter des Bündnisses Süd-Nord «Für eine dauerhafte und rollende Nord-Süd-Verbindung» an die Solothurner Kantonsräte.

Das Bündnis, dem 18 Tessiner und Bündner Vereine italienischer Muttersprache angehören, untermalte seine sachlichen Argumente schlagkräftig mit kulinarischen und musikalischen Spezialitäten aus dem Tessin.

Zahlreiche Kantonsräte leisteten der Einladung zur Information Folge. In seiner Präsentation betonte Antoine Turner, Mitglied des Tessiner FDP-Kantonalvorstands, dass die Tessiner Stimmberechtigten 1994 der Alpeninitiative mit 62 Prozent zugestimmt und 2004 die Avanti-Initiative, mit einer 56-Prozent-Mehrheit, abgelehnt hätten.

Turner zeigte sich überzeugt, dass mit der Eröffnung des Bahn-Basistunnels das Tessin «sehr eng an die Deutschschweiz angebunden wird und damit keine Isolationsgefahr besteht». Somit seien die enormen Kosten für eine zweite Autobahn-Gotthardröhre «eine Fehlinvestition» - dieses Geld könne deshalb anderswo besser investiert werden. (szr)

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