Kanton Solothurn
Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie kommt im 2021

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Am Standort der ehemaligen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik (KJPK) kommt eine Tagesklinik.

Am Standort der ehemaligen Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik (KJPK) kommt eine Tagesklinik.

Hanspeter Bärtschi

Im Januar kam die Nachricht, die hohe Wellen schlug: Die stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie im Kanton wird geschlossen. Im Juli informierte die Solothurner Spitäler AG (soH), wie man stattdessen jungen Patientinnen und Patienten mit psychischen Problemen helfen will. Der Ausbau ambulanter Angebote wurde angekündigt, ebenso der Aufbau einer Tagesklinik. Nun informiert die soH: «Das neue Konzept ist aufgegleist». Konkret: Seit Anfang Oktober arbeitet der Kanton mit ausserkantonalen Partnern zusammen. Seither nehmen die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, die Psychiatrie Baselland sowie die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern junge Solothurner Klientel auf.

Anfang 2021 wird zudem die Tagesklinik am Standort der ehemaligen Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Waisenhausstrasse einziehen. In dieser sollen junge Patientinnen und Patienten tagsüber betreut, aber auch beschult werden – «das schulische Angebot der Tagesklinik entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Volksschulamt des Kantons Solothurn», heisst es in der soH-Mitteilung weiter. Ebenso neu ist das aufsuchende Angebot, das ebenfalls nächstes Jahr eingeführt werden soll: Im Rahmen dieses werden Kinder und Jugendliche zu Hause, im gewohnten Umfeld betreut.

Die vier Ambulatorien in Solothurn, Grenchen, Balsthal und Olten, an welchen ambulante Therapien durchgeführt werden, bleiben laut Konzept bestehen. Dieser ambulante Bereich solle zudem ausgebaut werden: «Die meisten Behandlungsangebote sind bereits vorhanden, weitere werden noch hinzukommen.» Von diesen ambulanten Behandlungen profitieren sollen auch die Kinder und Jugendliche, die aus stationärer Behandlung einer ausserkantonalen Klinik zurück nach Hause kommen. (szr)