Verein Festungswerke
«Tage der offenen Bunkertüren» sind beliebt

Der Verein Festungswerke Solothurner Jura zeigt einen ungebrochenen Einsatz für die militärhistorischen Wehranlagen.

Max Flückiger-Scherrer
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Vorstandsmitglieder des Vereins Festungswerke Solothurner Jura.

Vorstandsmitglieder des Vereins Festungswerke Solothurner Jura.

Rolf Leuthard

Die ordentliche 15. Generalversammlung des Vereins Festungswerke Solothurner Jura (VFSJ) lockte eine schöne Anzahl der insgesamt 120 Mitglieder aufs Schloss Wartenfels oberhalb von Lostorf. Präsident Urban Fink-Wagner (Oberdorf) wickelte alle statutarischen Geschäfte zügig ab. Im Jahresrückblick vermeldete er, dass sich das Besucherinteresse fast verdoppelt hat.

Die «Tage der offenen Bunkertüren» auf der «Challhöchi» (Hauenstein-Ifenthal), Wolfschlucht (Welschenrohr) und «äussere Klus» (Oensingen) hätten zum erfreulichen Resultat beigetragen, schilderte Präsident Fink. Leider seien die militärhistorischen Wehranlagen auch von Vandalen heimgesucht worden. Mit Materialbeschaffungen konnten die Anlagen besser ausgestattet werden.

Fortifikation Hauenstein

In diesem Herbst werden die VFSJ-Vorstandsmitglieder Christoph Rast (Olten) und Franz Bürgi (Balsthal) halbtägige Führungen im Raum Hauenstein organisieren. Noch heute sind die aus dem Ersten Weltkrieg stammenden Schützenstellungen in den Wäldern dieser Region zu sehen.

«Neuanschaffungen haben finanziell etwas mehr zu Buche geschlagen und zu einer Vermögensverminderung von etwas mehr als 870 Franken geführt. Die Kasse steht aber immer noch auf gesunden Beinen», so Kassier Beat Allemann (Welschenrohr). Das diesjährige Budget sieht einen kleineren Ausgabenüberschuss vor. So kann der Jahresbeitrag trotzdem auf 30 Franken für Einzelpersonen und 100 Franken für juristische Personen belassen werden.

Verein setzt sich für den Weissensteintunnel ein

Im Umfeld des Weissenstein-Eisenbahntunnels beim Bahnhof Gänsbrunnen befinden sich vier historische Bunker und weitere Unterstände; sie schützten die Schiene und die Strasse von Moutier ins Mittelland. Diese direkte Verbindung war von nationaler Bedeutung. Im Rahmen der Manifestation zugunsten der Erhaltung des Weissensteintunnels am Samstag, 3. September, öffnet der Verein Festungswerke Solothurner Jura von 14 bis 16 Uhr die Türen der Bunker. An der Tunnel-Manifestation nehmen die Nationalräte Stephan Müller-Altermatt (Herbetswil) und Kurt Fluri (Solothurn) teil. (mfz)

Wiedergewählt wurden Präsident Urban Fink-Wagner, Vizepräsident Ernst Lanz (Gänsbrunnen), Kassier und Sektorchef West Beat Allemann (Welschenrohr), Sektorchef Mitte Franz Bürgi (Balsthal), Sektorchef Ost Meinrad Studer (Hauenstein) und Aktuar Max Flückiger (Zuchwil) sowie die Beisitzer René Allemann (Welschenrohr), Jürg Kürsener (Lohn-Ammannsegg) und Christoph Rast (Olten). Als Revisoren wurden Urs Ruepp und Urs Wolf (beide Solothurn) bestimmt.

Beobachtungsposten Wartenfels

Schlossführer und VFSJ-Vereinsmitglied Rolf Leuthard berichtete beim an die Generalversammlung anschliessenden Rundgang von der wechselvollen Geschichte von Schloss Wartenfels. Diese bildete während des Ersten Weltkrieges den östlichsten Rand der Fortifikation Hauenstein. Den Wehrmännern diente das Schloss als Beobachtungsposten und als Unterkunft. In der näheren Umgebung Lostorfs («Dottenberg» und «Eihübel») sind immer noch Spuren von Schützenstellungen zu erkennen.