«So könnte die SP ihren zweiten Sitz verlieren», rechnete sich Jeker aus, während ohne eine solche Listenverbindung eine grosse Wahrscheinlichkeit besteht, dass entweder CVP oder SVP im Oktober einen ihrer zwei Sitze verlieren werden. Als Vorbild nannte der SVP-Kantonalpräsident aus dem Thierstein ausdrücklich die Landratswahlen vom Februar im Kanton Baselland: Dort verlor die SP ihren einzigen Sitz an die FDP, die von SVP und CVP unterstützt wurde.

«Das Volk ist der bürgerlichen Zerfleischung müde, denn letztlich profitieren davon immer die Linken», meinte Jeker und fügte bei: «Der bürgerliche Schulterschluss ist kein Hirngespinst, sondern eine Notwendigkeit.» Er werde nochmals das Gespräch mit der FDP und der CVP suchen. «Vielleicht ist es 2015 noch zu früh, und vielleicht ist es für den Kanton Solothurn noch zu früh», gab sich Jeker realistisch, «aber wir werden es weiterverfolgen.» (cva)