Kantonsrat
SVP-Mann und Unternehmer Heinz Müller tritt nicht mehr zur Wahl an

Der Grenchner Heinz Müller tritt nicht mehr zu den Kantonsratswahlen 2013 an. Der Ex-Präsident der Kantonalpartei betont explizit, dass sein Verzicht nichts mit der Steuerbetrugsaffäre zu tun habe.

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Heinz Müller tritt nicht mehr zur Wahl an.

Heinz Müller tritt nicht mehr zur Wahl an.

Solothurner Zeitung

Auf Anfrage nennt Heinz Müller zwei Gründe dafür: «Erstens sind 12 Jahre genug und zweitens bin ich geschäftlich gefordert.» In den letzten zwei Jahren habe er die Belegschaft seiner Firma Elpex AG nahezu verdoppelt.

Der Ex-Präsident der Kantonalpartei betont explizit, dass sein Verzicht nichts mit dem Verfahren wegen Steuerbetrug und Urkundenfälschung zu tun habe. Im Gegenteil: «Nach dem Quasi-Freispruch durch das Obergericht bin ich überzeugt, dass ich ein sehr gutes Wahlresultat machen würde.»

Vom Hauptanklagepunkt freigesprochen

Der 51-Jährige ist vor einem Monat vom Hauptanklagepunkt bezüglich der Verbuchung seines Nationalrats-Wahlkampfes 2007 über sein Geschäft freigesprochen worden. Nur im Zusammenhang mit einem privaten Wohnungstausch-Vertrag im Jahr 2005 hat ihn das Obergericht schuldig gesprochen.

Müller hatte die Gebühren von 16575 Franken über sein Geschäft verbucht. Noch offen lässt Müller, ob er auch auf eine erneute Kandidatur für den Gemeinderat Grenchen verzichtet. (mz)