Bellach
SVP-Kantonsrat will Antworten: «Die Polizei schaut zu und ergreift oft nicht die nötigen Massnahmen»

Linksautonome haben am Samstag eine Pnos-Versammlung in Bellach angegriffen. Die Polizei war rasch vor Ort, liess die Linksautonomen aber fliehen. SVP-Nationalrat Walter Gurtner fordert Antworten zu solchen Polizeieinsätzen.

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Mehrere Autos wurden beschädigt, das Restaurant Rössli mit schwarzer Farbe verschmiert. Der Sachschaden, den rund 40 Linksautonome am Samstagabend in Bellach angerichtet haben, als sie die Versammlung der recht stehende Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) störten, beträgt einige Tausend Franken.

Dass die anwesenden Polizisten die fliehenden Linksautonomen gewähren liessen und stattdessen die verfolgenden Pnos-Mitglieder aufhielten, sorgte für viel Kritik innerhalb der Partei. Für die Pnos bedeutet dies «Versagen auf ganzer Linie», wie Yannic Nuoffer gegenüber TeleM1 sagte. Man habe die Polizei bereits im Vorhinein auf eine Versammlung der Linksautonomen in Solothurn und auf mögliche Probleme hingewiesen. Die Polizei kontert die Vorwürfe.

Kritik gibt es auch von Seiten des SVP-Kantonsrats Walter Gurtner. Er distanziert sich von den Pnos, will aber einen Vorstoss einreichen und Antworten zu solchen Polizeieinsätzen erhalten. «Die Polizei schaut teilweise zu und ergreift meines Erachtens oft nicht die nötigen Massnahmen», sagt er gegenüber TeleM1. Es werde Gewalt ausgeübt und keiner hindere die Täter daran.

Obwohl SP-Nationalrat Philipp Hadorn Mühe mit linken Chaoten hat, schätzt er den samstäglichen Einsatz der Polizei hingegen als verhältnismässig ein. «Die Polizei hat geschaut, dass die Gruppierungen nicht zusammenkamen und dass wieder Ruhe einkehrt. Das ist gelungen.» Es sei bedauerlich, dass es Sachschaden gab. (ldu)

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