Spezielle Förderung
SVP kämpft weiter für eine separate Schule

Die SVP-Kantonsratsfraktion wertet das Abstimmungsergebnis zum Auftrag ihres Mitglieds Roberto Conti (Solothurn) «Stopp integrative Schule und spezielle Förderung» als Teilerfolg.

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Die beschlossene Weiterführung des Schulversuchs mit diversen Optionen ist für die SVP keine Lösung.

Die beschlossene Weiterführung des Schulversuchs mit diversen Optionen ist für die SVP keine Lösung.

Keystone

Zwar wurde der Auftrag mit 65 Nein- gegen 25 Ja-Stimmen abgelehnt, doch immerhin stimmten fünf Parlamentarierinnen und Parlamentarier der FDP und drei der GLP dem Auftrag zu. Zudem enthielten sich sieben der Stimme.

«Wenn man die beiden Ja-Stimmen der abwesenden SVP-Mitglieder hinzurechnet, so ist ein Drittel (34 Ratsmitglieder) im solothurnischen Parlament für einen Abbruch des integrativen Schulmodells mit spezieller Förderung oder zumindest nicht gegen eine Umkehr zur separativen Schule», schliesst die SVP in einer Medienmitteilung daraus.

Die am Mittwoch beschlossene Weiterführung des Schulversuchs mit diversen Optionen ist für die SVP keine Lösung. Die Verlängerung berge zu viele Unsicherheiten und Unklarheiten in der konkreten Umsetzung innerhalb der nächsten vier Jahre. Auch die Frage, was nachher ist, bleibe ungelöst. «Der einzige Vorteil dieses Kantonsratsbeschlusses ist die Tatsache, dass der Schulversuch nun nicht bereits ab August 2014 definitiv eingeführt wird.»

«Jährlich 10 Millionen sparen»

«Die SVP wird weiterhin konsequent den Weg zurück zur separativen Schule verfolgen und jede Möglichkeit dazu bestmöglich ausschöpfen», kündigt die SVP an. Die Zustimmung aus Kreisen der FDP und GLP zeige auf, dass die SVP nicht alleine dastehe, und bestärke diese Strategie. «Die kritischen qualitativen Argumentationen der SVP-Sprecher am integrativen Schulmodell wurden im Rat gehört», hält die SVP weiter fest.

Das beachtliche Einsparungspotenzial von jährlich wiederkehrend rund 10 Mio. Franken (Tendenz steigend) sei zwar von einigen Fraktionen attestiert, aber im Entscheid nicht umgesetzt worden. «Das integrative Modell ist für Kanton und Gemeinden schlicht nicht bezahlbar», schreibt die SVP.

Sie findet, eine Rückkehr zum altbewährten separativen Modell würde mehr Qualität und einfachere Strukturen bringen und erst noch viel Geld einsparen. (mgt)