Regierungsratswahlen

Susanne Schaffner: «Es ist immer gefährlich, wenn man als Favoritin gilt»

Susanne Schaffner im Interview mit TeleM1.

Susanne Schaffner im Interview mit TeleM1.

Die Oltner SP-Politikerin Susanne Schaffner wird im 2. Wahlgang mit 30747 Stimmen und damit dem besten Ergebnis des 2. Wahlgangs in den Regierungsrat gewählt. Die SP ist seit 100 Jahren im Regierungsrat vertreten, Schaffner ist die erste SP-Frau.

Gratulation, Susanne Schaffner. Sind Sie überhaupt überrascht über Ihre Wahl – Sie waren ja die klare Favoritin?

Susanne Schaffner: Es ist immer gefährlich, wenn man als Favoritin gilt. Das Rennen hat nach dem ersten Wahlgang nochmals neu begonnen. Man musste nochmals frisch ran.

Wie fühlt es sich an, gewählt zu sein?

Es ist überwältigend und grossartig, dass mich so viele Wählerinnen und Wähler unterstützt haben und dass ich ein so grosses Vertrauen erhielt.

Sie gelten als hartnäckig. Müssen sich die drei bisherigen Regierungsräte etwas wärmer anziehen?

Ich mache die Politik, die ich bis anhin gemacht habe, weiter. Ich habe klare Positionen. Am Ende versucht man, eine gemeinsame Lösung zu finden. Das wird immer eine Herausforderung sein.

Brigit Wyss: "Es ist eine riesige Überraschung."

Brigit Wyss (Grüne) und Susanne Schaffner (SP) wurden in den Solothurner Regierungsrat gewählt. Im Gespräch analysieren die beiden Frauen den vergangenen Wahlkampf.

Es gibt jetzt zwei linke Sitze. Was bedeutet dies?

Für mich ist insbesondere wichtig, dass die SP weiterhin in der Regierung vertreten ist – jetzt sogar zum ersten Mal mit einer Frau. Das ist etwas aussergewöhnliches. Vor hundert Jahren kam der erste SP-Regierungsrat in der Regierung. Jetzt bin ich die erste SP-Frau. Das ist speziell und für mich auch Verpflichtung.

Wo wird man in den nächsten vier Jahren die Handschrift von Susanne Schaffner erkennen?

Die wird man vor allem im Departement erkennen, das ich dann führen werde. Konkrete Ziele werde ich erst formulieren können, wenn ich weiss, welches Departement ich führen werde.

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