1. «Vitaminstation» in Solothurn

Die Vitaminstation in Solothurn ist bekannt für ihr grosses und vielseitiges Gelati-Sortiment. Von Sesam- über Safranglace bis hin zu Grapefruit- oder «Meertrübeli»-Sorbet: In der Gelateria am Stalden werden neben den herkömmlichen Geschmacksrichtungen auch ganz einzigartige Sorten angeboten.

«Neu in dieser Saison gibt es ein Granatapfel-Sorbet mit Basilikum und Popcornglace», gibt Geschäftsführerin Karin Hügli Auskunft. Popcornglace? Richtig gehört. Mit geröstetem Maismehl aus dem Tessin erhält die aussergewöhnliche Rahmglace den unverwechselbaren Geschmack nach dem beliebten Kino-Snack. 

Der Verkaufsschlager ist im Vergleich dazu beinahe langweilig: Schokolade-Stracciatella. Aber die Solothurn würden das experimentierfreudige Sortiment dennoch sehr zu schätzen wissen, versichert Karin Hügli. 

2. Confiserie-Glace von «Hofer» und «Suteria» in Solothurn (und Olten)

Die Confiserie Hofer ist neben der Vitaminstation die zweite grosse Glace-Verkäuferin am Solothurner Stalden. Glace und Glace-Desserts zu produzieren, sei ein Bestandteil des Konditoren-Handwerks, sagt Mitinhaberin Ingrid Spit Hofer. Im Hinblick auf den 1. August hat die Confiserie gerade eine «Sennechäppli»-Torte bestehend aus Himbeer- und Vanilleglace entworfen. 

Mit ihrer exklusiven Mandarinen-Glace, die es nur im vorweihnachtlichen Monat Dezember gibt, beweist die Confiserie auch, dass Speiseeis nicht nur im Sommer angesagt ist. «Am meisten Glace verkaufen wir zwar schon im Juni, Juli und August, aber unsere Glacedesserts sind auch im Winter sehr beliebt», erklärt die Fachfrau. 

Neben den fruchtigen Klassikern, würden dabei die beiden Sorten Stracciatella und Schokolade am meisten geschleckt werden, verrät Spit Hofer weiter. Um diese Stellung als Bestseller kämpfen seit dieser Saison aber auch die zwei neuen Kreationen Brownie-Glace und Caramel-Fleur-de-Sel-Eis.

Bei schönem Wetter können diese Sorten nicht nur am Stalden erstanden werden. Mit einem mobilen Eiswagen, welcher stets in der Gurzelngasse platziert wird, versorgt die Confiserie Hofer auch die vorbeibummelnden Stadtbesucher mit ihrem selbst gemachten Eis.

Dieses beinhalte notabene keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe, betont Ingrid Spit Hofer an dieser Stelle. «Wir arbeiten ausschliesslich mit echten, frischen Früchten und auch mit richtiger Vanille sowie guter Felchlin-Schokolade». 

Solothurner Torte als Glace

Solothurner Torte: Süss, nussig und eine Spezialität der Confiserie Suteria mit Filialen in Solothurn und Olten. Diese hat aber noch eins drauf gesetzt und eine gleichnamige Glace kreiert. «Neben den neuen Sorten Schwarzbuebe-Kirsch, Gin Tonic und Popcorn bieten wir jetzt auch Solothurner-Torte-Glace an», zählt Mitarbeiterin Jessica Brim auf.

Hier verkauft Jessica Brim von der Suteria Speise-Eis in allen Geschmacksrichtungen.

Hier verkauft Jessica Brim von der Suteria Speise-Eis in allen Geschmacksrichtungen.

Während vor allem Kinder ein grosser Fan des Popcorn-Gelato seien, würden deren Eltern hingegen oft das Eis mit Tortengeschmack wählen, berichtet Brim weiter. Am besten verkauft werden aber auch hier Klassiker wie Erdbeere oder Stracciatella. 

Und wie viel Eis wird gelöffelt? «Unter der Woche verkaufen wir pro Tag zwischen 30 und 50 Kugeln», überlegt Brim. Am Wochenende könne fast mit dem Zehnfachen davon rechnen. Aber: «Es kommt halt ganz auf das Wetter an», schränkt Brim ein.

Die Glacekübeli gibts in diversen Geschmacksrichtungen.

Die Glacekübeli gibts in diversen Geschmacksrichtungen.

3. Bäckerei Staudenmann in Biberist

Die Kunden der Bäckerei Staudenmann haben schon vor Jahren nach Glace gefragt. «Für mich war aber klar, dass ich für den Verkauf keine Glace einkaufe», sagt Chefin Daniela Staudenmann. Sie mache sie lieber selbst, um voll dahinter stehen zu können. «Dann weiss ich, was in der Glace drin ist.»

Daniela und Markus Staudenmann haben das Geschäft an der Bleichenbergstrasse in Biberist vor vier Jahren übernommen. Schon damals hegte die Konditorin-Confiseurin den Wunsch, selbst Glace herzustellen. Beide Inhaber hatten schon während der jeweiligen Ausbildungen zum Konditor-Confiseur Glace hergestellt und konnten deshalb schon auf Erfahrung zählen. 

Daniela Staudenmann machte sich auf die Suche nach einer Glacemaschine. Weil eine neue sehr teuer ist, hatte sie die Hoffnung darauf gesetzt, dass irgendjemand einmal auf eine gebrauchte stösst, die zum Verkauf steht. Eine aus einer aufgegebenen Bäckerei beispielsweise. Drei Jahre hat es gedauert, bis sie fündig wurde. Ein «Ott Freezer» aus den 80er-Jahren fand den Weg nach Biberist. «Eine solch alte Maschine kann man heute gar nicht mehr kaufen», meint Staudenmann. Seit Herbst 2017 ist sie in Betrieb. Bis jetzt arbeite sie gut. 

«Es war mein Traum und auch mein Job eigene Glace herzustellen», erzählt Daniela Staudenmann. Dann habe ihr Mann aber plötzlich «eine solche Freude am Produzieren bekommen», dass er die Produktion gleich übernommen habe. Übel nimmt es ihm seine Frau nicht. Markus Staudenmann stand im April und Mai während fünf Wochen ein bis zwei Mal die Woche an der Glacemaschine, um den Grundstock anzufertigen. Jetzt im Sommer macht er die Sorten neu, die ausgehen.

Die Glacemaschine kann drei Liter aufs Mal produzieren. Die kleinen Mengen erlauben es Staudenmann, Sorten auszuprobieren. «Wenns nicht ankommt, können wie die Glace immer noch im Familienkreis geniessen», meint Daniela Staudenmann. Die Kunden können zwischen Vanille, Erdbeer, Himbeer, Mocca, Schockolade, Baileys, Passionsfrucht, Yuzu, Pistache und Sauerrahm aussuchen. Dazu kommen immer mal wieder Special Editions. «Wenn unsere Kunden etwas wünschen, dann machen wir das.» Auch Glacetorten werden auf Wunsch kreiert. Staudenmanns haben auch schon versucht, vegane Glace herzustellen. Dass die Glace lecker wird und gefriert, stellte sich jedoch als schwierig heraus. Deshalb liessen sie wieder davon ab.

Verwendet werden frische Produkte und wenn es geht aus der Region. «Viele nehmen für Glace nur noch das künstliche Aroma. Das kommt bei mir nicht infrage.» Da wird lieber der Preis für das Produkt angepasst, als Abstriche bei der Qualität gemacht. So steckt in der Vanille-Glace echte Vanille.

4. «Polarfuchs» in Büren an der Aare

Schauen wird knapp über die Solothurner Kantonsgrenze. Die Idee, eigene Glace zu produzieren, kam Rolf und Therese Streun aus Büren an der Aare im Jahr 2003. «In diesem Sommer war es sehr heiss, und wir hatten beim Glace schlecken das Gefühl, dass wir nur Chemie zu uns nehmen», so der 48-Jährige. Dazu kommt, dass das Ehepaar beruflich aus dem Lebensmittel-Bereich stammt. Das Herstellen eigener Glace reizte den gelernten Koch und Käser und die Konditorin-Confiseurin. 

Vier Jahre später war es dann so weit. In Büren an der Aare wurde die erste «Polarfuchs»-Glace probiert. Gearbeitet wird nur mit natürlichen Zutaten – und alles in Handarbeit. «Das fägt, wenn man ein so cooles Produkt hat», so Streun. Farbstoffe und Konservierungsmittel kommen der Familie nicht ins Glace. «Es ist der echte Geschmack, der zählt», so Rolf Streun. Das Erdbeersorbet aus 100 Prozent Erdbeere ist preisgekrönt. Soweit als möglich, werden die Zutaten aus der Region Büren beschaffen. Die Rohmilch kommt direkt aus dem Dorf.

Die Liste der Glace-Aromen ist gigantisch lang. Aber nicht alle sind in regelmässiger Produktion. In Behältern von 115 ml, 1000 ml und 4000 ml werden 30 bis 40 Sorten hergestellt. Darunter zu finden sind Appenzeller Alpenbitter, Rosen, Heublumen, Absinthe und Honig-Lavendel. «Bei Nutella und Baileys-Glace geht die Post ab», weiss Streun zu berichten. Weiter ins Angebot kommen je nach Saison noch andere Sorten. Im Winter stossen Zimt und Champagner dazu. Neu im Sortiment sind derzeit Mandel, Birchermüesli-Joghurt, Cheesecake und Baumnuss-Thymian.  Die Leute würde erwarten, dass «Polarfuchs» immer wieder etwas Neues auf den Markt bringe.

Von der Smarties-Glace lässt Rolf Streun aber künftig die Finger. Das Problem: «Die Farbe der Kügelchen hat sich aufgelöst. Das sieht nun aus wie Stracciatella.» Auch das Cola-Sorbet sei nicht gut herausgekommen, weil durchs Gefrieren der Geschmack verschwand. Eistee funktioniere hingegen prima. Neue Ideen sammeln die Streuns überall. «Man muss einfach mit offenen Augen durch die Welt gehen. Dann kommt einem immer etwas in den Sinn.» Zum Beispiel als Tochter Lena (19) vom Drink Passoa mit Orangensaft schwärmte. 

Mittlerweile bedeutet die Glace-Herstellung ein 50 Prozent-Pensum für das Ehepaar Streun. Hilfe bekommen die beiden neuerdings auch von einer Angestellten – «und von den Kindern, wenn Not am Mann ist», wie Rolf Streun erzählt. 12 Tonnen Glace verlassen im Sommer Büren an der Aare. Die Seeländer Eiskreation wird in 30 Läden angeboten. In der Region sind dies diverse Coop-Filialen (Grenchen, Bellach, Zuchwil und Biberist) sowie der Volg Schnottwil, die Landi in Subingen und Scholl Fleisch und Feinkost in Selzach. Dazu kommen diverse Gastrobetriebe. Zudem sind die Macher mit ihrem Glacewagen im ehemaligen Wohnwagen an Veranstaltungen unterwegs. Hier schätzt Rolf Streun, der beruflich in der Qualitätssicherung von Wein tätig ist, das direkte Feedback der Kunden. Wichtig sind ihm auch die Kommentare seiner beiden Kinder Lars und Lena. «Sie sind sehr kritisch.»

5. Die«GlaceGalerie» in Olten

Gute Nachrichten! Diejenige, die Salziges prinzipiell lieber mögen als Süsses, müssen doch nicht ganz auf ihr Eis-Vergnügen verzichten - und zwar dank der Oltner GlaceGalerie. Dort bekommt man nämlich neben den klassischen Eissorten auch sogenannte Savory Ice Cream. Speiseeis, welches mit Aromen, wie Safran, Tomaten-Basilikum oder Alpenkräuter auch gut als Vorspeise oder Beilage im Hauptgang serviert werden kann. Eine weitere Spezialität der GlaceGalerie ist das russische Plombir Eis, das sich durch seine besonders cremige Konsistenz auszeichnet und auf eine lange Tradition zurückblicken kann. 

Auf die Frage nach den Verkaufsschlager zieht der GlaceGalerie-Chef Hans Peter Rubi seine sogenannte «Hitliste» zu Rate. Die klare Nummer 1 ist das Choco-Chips-Eis, dicht gefolgt von Vanille, und dem neuen Joghurt-Rhabarber-Eis. «Aber auch meine vegane Sorte Choco Brun auf Mandelmilch-Basis läuft sehr gut», fügt Rubi an.

Bei all seinen Speiseeis-Sorten ist Rubi vor allem eines wichtig: Die Verwendung rein natürlicher Rohstoffe. «Milch, Rahm und Joghurt beziehen wir beispielsweise vom Schlatthof in Wolfwil», so Rubi. 

6. «Mister Cool» in Zuchwil

Er ist DER Glace-Produzent aus der Region: Mister Cool. Seine Produktionsstätte findet man in Zuchwil, seine eisigen Süsswaren überall in der Schweiz. So überregional die Mister Cool AG beliefert, so regional bleibt sie, was die Herkunft der Ingredienzen betrifft. Schokolade aus Attiswil, Milch und Rahm aus dem Niederamt, Zucker aus Aarberg und «Nidletäfeli» aus dem «Läckerli Huus» in Basel. Aus den «Nidletäfeli» wird Caramel-Glace gezaubert - die persönliche Lieblingssorte von Geschäftsführer Daniel Jüni.

Aber auch die Lieblinssorte der Kunden? «Wir arbeiten stark mit der Gastronomie und dem Coupe-Geschäft zusammen. Da bei fast jedem Coupe Vanilleeis dazugehört, verkaufen wir dieses am besten», so Jünis Antwort.

Aber auch die neuen, «trendigeren» Sorten würden gut laufen, betont Jüni. Zu diesen zählen etwa die «tutu’s ice pops». Die fruchtigen Eis-Stängel gehören erst seit dieser Saison zum Sortiment und sind hundert Prozent natürlich, vegan, gluten- sowie laktosefrei. Ebenfalls neu im Angebot hat Mister Cool einen Fior-di-Latte-Stängel. «Der kommt überall gut an. Das ist eben etwas, das die Leute kennen», erklärt Jüni. 

Der Zuchwiler Speiseeis-Produzent stellt täglich rund 20'000 Liter Glace her. Und das nicht nur im Sommer. «Der Schweizer isst auch im Winter Glace», lacht Jüni. Aber natürlich komme es in den Sommermonaten, wenn es die vielen Schwimmbäder zu beliefern gelte schon zu einer Steigerung, präzisiert Jüni. An Spitzentagen würde nicht selten 60 bis 80 Paletten Speiseeis über die Theke gehen. 

Eine beachtliche Menge könnte man meinen. Jüni sieht das jedoch etwas anders. «Das kommt ganz auf die Perspektive an», sagt dieser und vergleicht sich mit Gross-Produzenten. In diesem Vergleich sieht der Geschäftsführer aber auch Vorteile: «Wir können auf aktuelle Trends reagieren. Die Grossen sind in ihrem Sortiment viel straffer.» Tatsächlich sei es gerade diese Vielseitigkeit, die Mister Cool ausmache. 

7. «Leck mich doch» aus Olten

Vanille, Litchi, Grüntee, Quitten, Baileys: Die Aromenvielfalt des Oltner Glace-Hersteller «Kalte Lust» ist erstaunlich. Zirka 50 Sorten des regionalen Speiseeis-Produzenten sind regelmässig im Verkauf – in kleinen Kübelchen oder grösseren Gefässen. Auf Wunsch wird jede Geschmacksrichtung umgesetzt. «Wir machen für jeden Kunden die Sorte, die er möchte», sagt Florian Stähli von «Kalte Lust».

Gezaubert werden die eisigen Leckereien namens «Leck mich doch» in den Betriebsräumlichkeiten des Hotels Olten, verkauft werden sie jedoch schweizweit in ausgewählten Shops, Restaurants sowie Hotels. 27 Sorten sind in den 150 ml-Kübelchen zu haben. Diesen Sommer ist das Speiseeis auch vor dem Loeb in Bern zu haben. «Da gibt es zusätzlich zu den Sorbets vegane Creme-Glacen im Angebot», so Stähli.

2012 wurde im Innenhof des Hotel Olten die erste Gelateria Olten eröffnet. Seit 2014 werden jeweils etwa 20 Glace-Sorten in der Altstadt verkauft. Vier bis fünf Sorten sind während der Sommermonate praktisch immer im Angebot, der Rest in der Vitrine wechselt. Stähli zählt Pistazie, madiswiler Erdbeere und Schokolade zu den absoluten Rennern im Sortiment. Auch Mango und Yoghurt-Heidelbeere würden sehr gut ankommen. 

Neu im Angebot hat die Gelateria neben Schokolade-Banane und Safran mit mediterranen Früchten auch Popcorn. «Im Winter haben wir diese Glace einmal fürs Youcinema hergestellt», erklärt Florian Stähli. Diese Geschmacksrichtung habe eingeschlagen. Deshalb gingen Popcorn Nature und Popcorn mit Caramel, Fleur-de-sel mit Schokolade auch in den normalen Verkauf. 

Der Held hinter der kühlen Leckerei ist der Gelataio Jamal Haidache. Der 47-jährige Glace-Meister hat seinen Beruf in Palermo, Sizilien erlernt und bringt mittlerweile über 20 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Speiseeis mit. Das zweite Erfolgsgeheimnis nennen die Macher die Milch der Jersey-Kühe, die auf dem Bio-Hof der Familie Badertscher im bernischen Madiswil leben. «Diese Milch ist die beste, die ich bisher probiert habe», meint Florian Stähli. Um das Produkt mehr wertzuschätzen, bezahlt «Kalte Lust» der Bauernfamilie einen besseren Milchpreis als marktüblich. Die junge Firma will ein Zeichen setzen. «Wir haben das Ziel, für alle eine gewinnbringende Situation zu schaffen», so Stähli. Mitmischen dürfen neuerdings auch Flüchtlinge. Der Glace-Produzent beteiligt sich nämlich an einem Pilotprojekt der Heilsarmee.

Das Geschäft läuft gut. 30'000 bis 60'000 kleine Kübel «Leck mich doch»-Glace gehen pro Monat über die Theke. Da reichen die Räumlichkeiten im Hotel Olten nicht mehr. Wenn es die finanzielle Situation erlaubt, fasst «Kalte Lust» aufs nächste Jahr eine räumliche Veränderung ins Auge.

8. Die «Gelateria Pizzeria Italia» in Solothurn

«Glace essen war immer das Wichtigste in den Ferien bei den Grosseltern in Kalabrien», erzählt Paolo Ammendolia. In Kursen lernten er und sein Vater Michele, das italienische Gelato selbst herzustellen. Zurück in der Schweiz fanden sie ausserhalb der Solothurner Altstadt ein geeignetes Lokal. Ende Mai 2012 wurde an der Lagerhausstrasse 1 die Eröffnung der «Gelateria Pizzeria Italia» gefeiert.

Paolo Ammendolia führt den Laden. Dabei wird er von einer Angestellten und auch von der ganzen Familie unterstützt. «Vater, Mutter, Schwester und meine Frau stehen abends oder am Wochenende ebenfalls hinter der Theke», erzählt der leidenschaftliche Gelataio. 

Im Angebot sind verschiedene hausgemachte Rahm- und Fruchtgelati im Kübeli oder Cornet (und für den Hunger Pizzen und Paninis). Die Kunden können aus 22 Sorten aussuchen. «Die meisten sind unsere Standards und bleiben immer im Angebot. Vier bis fünf Sorten werden ausgewechselt», so Ammendolia. Gut ankommen würden neben den Standards auch Aromen wie Cheesecake, Cookies oder Schoko-Banane.

Alle Creme-Glacen werden mit Milch und Rahm aus der Region und Produkten aus Italien hergestellt. Die Nüsse kommen aus dem Piemont, die Pistazien aus Sizilien. Inspiration für neue Sorten findet Paolo Ammendolia an der Glace-Messe in Italien oder in den Ferien in anderen Gelaterias. «Die Rezepte passe ich nach Gefühl an», so der Gelataio. Das Nutella-Gelato aus Italien wäre den Schweizer beispielsweise viel zu süss. Wichtig: «Es kommt immer darauf an, was die Kunden wünschen.» Die würden es auch schätzen, dass sie direkt beim Laden parkieren können. «Viele holen bei uns grosse Kübel mit Glace.»