Wer das Präsidium übernehmen wird, dürfte sich in der nächsten Woche entscheiden; am 14. Januar führt die Partei ein Hearing durch. Wer genau zur Wahl steht, wollte Vizepräsident Markus Kobel auf Anfrage aber noch nicht kommunizieren. Er selber werde sich jedoch nicht zur Verfügung stellen. Zu stark sei er beruflich eingebunden.

Für Kobel sollte ein neuer Präsident aber bestimmte Anforderungen erfüllen: Er oder sie brauche eine gute Vernetzung. «Am besten wäre jemand aus dem Kantonsrat. Oder jemand, der zumindest für den Kantonsrat kandidieren möchte.»

Kantonsrätin ist nicht abgeneigt

Im Kantonsrat politisiert etwa Nicole Hirt. Doch auch sie winkt ab. «Als Kantons- und Gemeinderätin von Grenchen sowie als Präsidentin von Pro Natura Solothurn fehlt mir nebst meiner beruflichen Tätigkeit als Lehrperson schlicht und einfach die Zeit.» Sie wolle nicht, dass die Qualität dieser Aufgaben leide, indem sie noch ein Amt annehme. Ebenfalls nicht infrage kommt der wohl erfahrenste GLP-Politiker im Kanton, Rudolf Hafner. Als Dornacher sei er ohnehin eher peripher – und ein Präsident müsse viel Präsenz zeigen. Es sollte denn auch eher jemand Jüngeres sein.

Hafner begrüsst aber, dass ein neuer Präsident kommen wird. René Kühne, der noch amtierende Präsident, wird an der ordentlichen Mitgliederversammlung im Februar zurücktreten; den Abgang begründete er mit seinem Wegzug aus dem Kanton. Hafner sagt: «Mich störte etwa, dass Kühne den Nationalratswahlen zu wenig Gewicht gegeben hat.»

Ein profilierter Politiker wäre auch Markus Knellwolf, der am Montag nicht zu erreichen war. Ob er sich für das Amt interessiert, ist indes fraglich, kandidierte der Solothurner doch auch nicht für die Nationalratswahlen. Bleibt noch eine Kantonsrätin: Beatrice Schaffner. Und sie ist zumindest nicht abgeneigt: «Ob ich mich zur Verfügung stelle, möchte ich noch offenlassen», sagt die Oltnerin auf Anfrage. (bas)