FDP-Kantonsratsfraktion
Suche nach einem Nachfolger für Yves Derendinger gestaltet sich als schwierig

Nach der Wahl von Yves Derendinger zum Amtsgerichtspräsidenten muss eine Nachfolge für das FDP-Fraktionspräsidium gefunden werden. Einige Kandidaten wollen es sich überlegen, einige winken ab.

Christian von Arx
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Wären zwei Kandidaten: Peter Brügger und Peter Hodel.

Wären zwei Kandidaten: Peter Brügger und Peter Hodel.

AZ

Nach seiner Wahl zum Amtsgerichtspräsidenten von Solothurn-Lebern wird Yves Derendinger (Solothurn) die FDP-Fraktion im Kantonsrat sicher noch während der nächsten Session (18. bis 26. März) präsidieren.

Yves Derendinger

Yves Derendinger

Noch offen ist dagegen, ob er auch in der Mai-Session (6. bis 14. Mai) noch im Kantonsrat dabei sein wird. «Das hängt davon ab, ob bis dahin meine Nachfolge im Fraktionspräsidium geregelt ist», erklärt Derendinger auf Anfrage.

Ein Bauernsekretär oder ...

Die Suche danach ist gestartet; bis zum 10. März sollen sich Interessentinnen und Interessenten aus der 26-köpfigen FDP-Fraktion bei Derendinger melden. Ein möglicher Kandidat winkt ab: Beat Loosli (Starrkirch-Wil), der seit letztem Jahr die Finanzkommission leitet, möchte dieses zentrale Kommissionspräsidium behalten.

Ein Name, der bei Fraktionsmitgliedern immer wieder fällt, ist derjenige von Peter Brügger (Langendorf). Der 56-jährige Sekretär des Bauernverbandes hat bereits eine 10-jährige Erfahrung im Rat und präsidierte früher die Sozial- und Gesundheitskommission, aktuell leitet er die Geschäftsprüfungskommission.

«Eher nein», meint er zwar wortkarg auf Anfrage, schliesst das Fraktionspräsidium aber auch nicht aus. Aus FDP-Sicht scheinen die politischen Konfliktpunkte zu seinem Job im Bauernsekretariat nicht sehr gewichtig. Eher müsste der Bauernverband abwägen, ob die vermehrte öffentliche Wahrnehmung Brüggers als FDP-Exponent für die bäuerliche Basis akzeptabel wäre.

... ein Meisterlandwirt?

Von den aktuellen Fraktions-Vizepräsidenten Karin Büttler (Laupersdorf) und Peter Hodel (Schönenwerd) äussert sich Büttler eher ablehnend: «Die Aufgabe wäre spannend, aber ich bin wohl etwas zu wenig nah dran», meint sie bescheiden.

Der 47-jährige Meisterlandwirt und Gemeindepräsident von Schönenwerd hingegen will sich die Sache überlegen – und viele Stimmen aus der Fraktion würden Hodel die Aufgabe zutrauen, auch wenn er erst seit zwei Jahren im Kantonsrat ist. Allerdings ist demnächst im Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu, wo er Vizepräsident ist, die Nachfolge von Ernst Zingg zu regeln.

Über die nötige Erfahrung verfügen würden die beiden Grenchner Hubert Bläsi und Alexander Kohli, wobei Bläsi als integrierend, Kohli eher als polarisierend beurteilt wird.

Frauen winken reihenweise ab

Klare Absagen kommen von drei möglichen Kandidatinnen. «Kein Interesse», sagt die Juristin Verena Enzler (Lostorf). Verena Meyer (Mühledorf) verweist auf ihre Herausforderung als Präsidentin der soeben aus zehn Kleingemeinden fusionierten Gemeinde Buchegg. «Keine Zeit», heisst es von Gewerbeverbands- und Gemeindepräsidentin Marianne Meister (Messen).