So manche Solothurnerin und so mancher Solothurner ist in den beiden letzten Nächten von Sturmtief Evi aufgeweckt worden. Der starke Wind rüttelte an den Fensterläden und Rollos, zog durch den Garten und erwischte teilweise Sträucher und Bäume so stark, dass sie umknickten. 

«Der Kanton Solothurn ist glimpflich davongekommen. Es gab keine Verletzen», informiert Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei auf Anfrage. Bei der Kantonspolizei seien in den letzten 24 Stunden 12 Meldungen eingegangen – vor allem wegen Bäumen auf der Strasse. 

Zwischen Lüterkofen und Nennigkofen blockierte in der Nacht ein Baum die Strasse. Die Feuerwehr wurde aufgeboten, um die Fahrbahn freizuräumen.

Tramlinie unterbrochen

Zwischen 6 und 8 Uhr war am Mittwoch die Tramstrecke zwischen Rodersdorf und Flüh unterbrochen. Ein Baum war auf die Fahrleitung gefallen.

Bereits wegen Sturm Burglind sind Bäume auf die Fahrleitung des 10er-Trams gefallen. Laut Andreas Büttiker, Direktor der Baselland Transport (BLT), wurden danach während zweier Tage morsche Bäume gefällt. Wegen «Evi» kippte nun ein gesunder Baum.

Man habe sofort Ersatzbusse einsetzen können, so Büttiker. Seit 8 Uhr kann die Strecke wieder normal befahren werden.

Baum auf Auto

Auch in anderen Kantonen blockierten umgeknickte Bäume Strassen. Auf der Autobahn A1 bei Suhr AG fiel ein Baum auf ein Auto.

Zwischen Buchs SG und Feldkirch in Österreich fiel in der Nähe von Feldkirch ein Baum auf eine Fahrleitung und riss diese herunter. Dies brachte den Bahnverkehr auf der Strecke total zum Erliegen. (ldu/jk)