Schäden

Stürme verschonten die Solothurner Versicherten und die Versicherung

Weniger Arbeit für die Feuerwehr -- weniger Kosten für die Gebäudeversicherung.. (Symbolbild)

Weniger Arbeit für die Feuerwehr -- weniger Kosten für die Gebäudeversicherung.. (Symbolbild)

Weder der Rote Hahn noch wilde Herbststürme haben zu grossen Schadenereignissen und damit zu entsprechend massiven Versicherungsleistungen geführt. Entsprechend vermeldet die Solothurnische Gebäudeversicherung ein gutes Jahresergebnis.

In ihrem Jahresbericht bilanziert die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) bei einer Gesamtschadensumme von 14,6 Mio. Franken (brutto) einen Reingewinn von 36,9 Mio. Franken. Dieser resultiert einerseits aus dem versicherungstechnischen Gewinn von 12,4 Mio. und anderseits aus dem ausgezeichneten Resultat aus den Kapitalanlagen von 26 Mio. Franken (nach Zuweisung an die Schwankungsreserven).

SGV-Direktor Markus Schüpbach spricht im Jahresbericht denn auch von einem «ausserordentlich guten Jahr». Den Gewinn könnten die Versicherung und die Versicherten «nach dem Verlust aus dem Jahr 2019 gut gebrauchen», so Schüpbach: «Wir stocken damit die gesetzlichen Reserven auf und reduzieren ab 2020 unsere Prämien.» Während die Grundprämien gleich bleiben – 27 Rappen pro 1000 Franken Versicherungskapital– wurden die Prämien in den Bereichen Risikozuschläge Prävention/Intervention leicht gesenkt.

Elementarschäden gingen massiv zurück

Während die Anzahl der Brandschäden gegenüber 2018 auf 430 (+10) zunahm, ging jene der Elementarschäden massiv auf 1160 (-6676) zurück. Die Anzahl der Fälle spiegelt sich in der Entwicklung der jeweiligen Schadensummen: Bei den Brandschäden betrug diese im Berichtsjahr 11,3 Mio. (2018: 10,1) und bei den Elementarschäden 3,3 Mio. (gegenüber 24,3 Mio.) Franken. Die Zahlen liegen in beiden Bereichen weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Dieser beträgt bei den Brandschäden rund 680 Fälle/14 Mio. Franken und liegt bei den Elementarschäden bei rund 8 Mio. Franken.

Während der Mensch bezüglich der Prävention von Elementarschäden zu einem grossen Teil machtlos ist, zahlt sich in Sachen Brandverhütung nach Einschätzung der SGV-Verantwortlichen zweierlei aus: einerseits eine konsequente Umsetzung von Brandschutzmassnahmen und anderseits Effizienz, gute Ausbildung und Ausrüstung der Feuerwehren.

Die SGV weist für 2019 ein Versicherungskapital von 90,1 Milliarden Franken aus (Vorjahr: 88,6) und konnte im letzten Herbst das 100'000. Gebäude in die Versicherung aufnehmen.

Trotz Covid-Folgen zuversichtlich

Das erste Halbjahr 2020 sei – ausgelöst durch die Coronapandemie – versicherungsseitig wie auch bezüglich der enormen Veränderungen an den Kapitalmärkten durchzogen, zieht Direktor Schüpbach eine erste Zwischenbilanz. «Die SGV ist zuversichtlich, dass es gelingen wird, den Verlust der Kapitalanlagen aus der Lockdown-Periode im zweiten Halbjahr vollständig zu kompensieren.»

Dass per 1. Januar 2020 ein neues Software-Versicherungstool für einen effizienteren Betrieb eingeführt wurde, habe sich in den letzten Monaten für die Mitarbeitenden sowie die Amteischätzerinnen und Amteischätzer als Glücksfall zur rechten Zeit erwiesen. Mit der neuen Software sei das Arbeiten auch ausserhalb der Büros und im Homeoffice möglich. (ums.)

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