Strompreis
AEK Energie Solothurn kündigt Preiserhöhung für 2022 an – Verantwortlich dafür wird unter anderem die Firma Swissgrid gemacht

Die Gesamtpreise für Strom der AEK werden 2022 ansteigen. Grund für die Erhöhung sind laut eigenen Aussagen unter anderem die stark steigenden Netztarife der Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid.

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AEK Energie Solothurn erhöht die Strompreise für 2022.

AEK Energie Solothurn erhöht die Strompreise für 2022.

Hanspeter Bärtschi

Die Gesamtpreise, welche Kundinnen und Kunden für Strom bei der AEK bezahlen, setzen sich aus vier Elementen zusammen: Dem Netznutzungstarif, dem Energietarif sowie den Abgaben an das Gemeinwesen und den Förderabgaben. Die Abgaben an das Gemeinwesen und die staatlichen Förderabgaben werden durch die Gemeinden beziehungsweise den Bund festgelegt. Die Energietarife bleiben laut AEK 2022 grundsätzlich gleich. Im Rahmen einer Vereinfachung der Tarife werde zudem der Wochenendtarif abgeschafft. Kundinnen und Kunden, die bisher den Wochenendtarif hatten, erhalten künftig den Einheits- oder Doppeltarif – je nachdem, welcher Tarif aufgrund ihres bisherigen Verbrauchsverhaltens für sie günstiger sei.

Swissgrid als Verantwortliche der Preiserhöhung

Der Netznutzungstarif enthalte auch die Kosten für die Nutzung des Übertragungsnetzes der Firma Swissgrid. Diese hatte bereits im März 2021 bekannt gegeben, dass ihre Tarife für das Jahr 2022 stark ansteigen werden. Dies wirke sich auf die Netznutzungstarife 2022 der AEK aus, ebenso wie die Tatsache, dass die aktuellen Tarife tiefer sei als die tatsächlichen Kosten des Verteilnetzes der AEK.

Per 2022 werden sich die Stromdienstleister AEK, onyx und die BKW zusammenschliessen und ihr Verteilnetz gemeinsam betreiben. Der Zusammenschluss verbessere laut eigenen Angaben die Effizienz und führe zu Kosteneinsparungen bei der Ausrichtung des Verteilnetzes auf die Energiezukunft. Diese wirken den steigenden Kosten im Verteilnetz entgegen, was sich für die Kundinnen und Kunden positiv auswirke. Ab 2022 erhalten die Kundinnen und Kunden ihre Stromrechnung von der BKW.

Für einen Haushalt in einer Fünfzimmerwohnung mit Elektroherd und Tumbler mit einem Jahresverbrauch von durchschnittlich 4'500 kWh (ElCom-Verbrauchskategorie H4) steigen die Gesamtpreise für Strom um rund sieben Prozent. Je nach Tariftyp und Verbrauchsverhalten können sich unterschiedliche Auswirkungen ergeben. Die Kundinnen und Kunden werden laut AEK individuell über die Anpassungen bei ihren Gesamtpreisen für Strom informiert. (szr)

Weitere Informationen zu den Gesamtpreisen für Strom 2022 sind unter www.aek.ch/tarife erhältlich.

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