Allein im Februar 2013 haben sich fünf Hundebesitzer nach einem entsprechenden Vorfall gemeldet oder konnten durch die Polizei ermittelt werden. Gegen sie wird Strafanzeige eingereicht, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt. Die gemeldeten Vorfälle seien über das ganze Kantonsgebiet verteilt, wie Bruno Gribi, Sprecher der Kantonspolizei Solothurn, auf Anfrage bestätigt.

Unterschätzter «Jagd- und Beutetrieb»

Oftmals unterschätzen oder ignorieren die Hundehalter den «Jagd- und Beutetrieb» ihrer Vierbeiner. Besonders in der Winterzeit liegen die Wildtiere oft nur unweit von Waldwegen oder Waldrändern. Sie brauchen während dieser Zeit ihre ganze Energie, um bei Schnee, Kälte und entsprechend geringem Nahrungsangebot überleben zu können. Werden sie dann durch streunende Hunde gehetzt, so hat dies in der Regel fatale Folgen.

Solothurner Jäger sind entsetzt über gerissene Rehe

Beitrag von TeleM1

Die Kantonspolizei Solothurn und das Amt für Wald, Jagd und Fischerei appellieren daher an die Hundehalter, ihre Vierbeiner ständig unter Kontrolle zu halten und im Wald bzw. in der Nähe eines Waldrandes an der Leine zu führen, sofern diese nicht in jeder Situation abgerufen werden können. Hundehalter, die dieser Pflicht nicht nachkommen, machen sich strafbar, so die Kantonspolizei. (mru)