Arbeitsbedingungen

Streit um Wegzeiten: VBZ verzichten auf Beschwerde

Bisher bezahlten die VBZ den Tram- und Busfahrern die sogenannten Wegzeiten nur teilweise. key

Bisher bezahlten die VBZ den Tram- und Busfahrern die sogenannten Wegzeiten nur teilweise. key

Die Verkehrsbetriebe Zürich geben sich im Wegzeiten-Streit geschlagen. Sie verzichten auf eine Beschwerde gegen die Verfügung des Bundesamtes für Verkehr von Anfang August. Per Fahrplanwechsel im Dezember werden deshalb zwei Massnahmen umgesetzt.

Neu werden die VBZ auch kurze Wegzeiten unter zehn Minuten in den Dienstplan einbauen. Bisher galten solche Reisen von einem Einsatzort zurück zum Depot nicht vollständig als Arbeitszeit und wurden dementsprechend auch nicht vollständig bezahlt.

Die Gewerkschaft vpod reichte deswegen 2008 Klage beim Bund ein.

Als zweite Massnahme unterziehen die VBZ die im Dienstplan angewendeten Reisezeiten einer Überprüfung und klären ab, ob sie noch der Realität entsprechen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, orientiert man sich dabei am publizierten online-Fahrplan.

Kein zusätzliches Personal

Obwohl die Tram- und Buschauffeure also künftig während ihrer Arbeitszeit einige Minuten weniger hinter dem Steuer sitzen werden, soll kein zusätzliches Personal eingesetzt werden. Es handle sich nur um wenige Minuten, sagte VBZ-Sprecher Andreas Uhl auf Anfrage. Der Betrieb könne die Änderung verkraften.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1