Panther
Streift hier der Problem-Panther durch die Wälder?

Seitdem ein grosses schwarzes Tier in den Wäldern im Kanton Solothurn gesichtet wurde, herrscht Ausnahmezustand. Seit längerem haust auch ein Panther an der deutsch-belgischen Grenze. Hat «Johnny» den weiten Weg in die Schweiz auf sich genommen?

Drucken
Teilen

Nachdem Wildhüter in der letzten Woche ein unbekanntes Tier gesichtet haben, ist man sich seit gestern nun - mehr oder weniger - sicher: Es handelt sich um einen Panther.

Dieser Fakt hat in der ganzen Schweiz eine wahre Histerie ausgelöst. Doch dabei handelt es sich keineswegs um einen Einzelfall.

Französischer Tourist in der Schweiz?

Im Sommer 2009 soll ein Panther aus dem Gehege eines privaten Zoos im nordostfranzösischen Amnéville entkommen sein. Er wurde darauf mehrfach in Frankreich, Belgien, Holland und Deutschland gesichtet. Bis vor kurzem soll er in den Wäldern des deutsch-belgischen Grenzgebietes gehaust haben. Handelt es sich dabei um das gleiche Tier, welches zurzeit in der Schweiz für Furore sorgt?

Hält man sich die grosse Distanz vor Augen, welche zwischen den beiden Regionen liegt, muss man diese Frage eindeutig verneinen. Zwischen dem Zoo von Amnéville und Kestenholz (wo der Panther das erste Mal gesichtet wurde) liegen fast 300 Kilometer.

Diese Route müsste der belgische Panther zurückgelegt haben.

Diese Route müsste der belgische Panther zurückgelegt haben.

Google Maps

Zudem ist die Strecke von stark befahrenen Verkehrswegen sowie urbanen Gebieten geprägt. Es erscheint doch sehr unwahrscheinlich, dass sich das Tier unbemerkt durch Städte geschlichen hat.

Grosses Medieninteresse

Auch Panther Johnny, wie er von deutschen Medien getauft wurde, sorgte in verschiedenen Tageszeitungen für Furore. So fragte sich die Bild-Zeitung: «Wird die Raubkatze jetzt gejagt oder erlegt?»

Ende 2010 informiert die Zeitung «Welt» über den unerwarteten Gast: «Schwarzer Panther in der Region Trier unterwegs». Die Berichterstattung beweist, dass der Panther eher Richtung Norden gezogen ist und es sich somit nicht um dieselbe Raubkatze handelt, die zurzeit durch Schweizer Wälder streift.

Auch Italien hat seinen «pantera»

Auch in der Südtoskana verunsicherte ein herumstreunender Panther im letzten Jahr die Behörden. Wie die «Südostschweiz» berichtete, wurde das Tier im Garten eines Bewohners des waldreichen Hinterlands von Massa Marittima gesichtet.

Die Gemeinde riet damals, Exkursionen zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu vermeiden und möglichst nur noch mit dem Auto unterwegs zu sein. (agt)

Aktuelle Nachrichten