«So geht es, wenn man sich einsetzt für die Gerechtigkeit»: Die Polizei führt Kuno W. ab.

«So geht es, wenn man sich einsetzt für die Gerechtigkeit»: Die Polizei führt Kuno W. ab.

Gegen Kuno W. läuft eine Strafuntersuchung wegen versuchter schwerer Körperverletzung sowie wegen einfacher Körperverletzung, wie Jan Lindenpütz, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Solothurn, am Mittwoch auf Anfrage sagte. Ein weiterer Straftatbestand ist mehrfache Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte. Die Staatsanwaltschaft beantragt gemäss Lindenpütz für den Mann beim zuständigen Gericht Untersuchungshaft. Der Schweizer war bereits früher als Querulant aufgefallen. Er ist wegen eines Gewaltausbruchs gegenüber einem Staatsanwalt bereits vorbestraft.

Biss und Prügelei im Gerichtssaal

Biss und Prügelei im Gerichtssaal

Eklat am Solothurner Obergericht: Im Brandstifter-Prozess beisst ein Unterstützer des Angeklagten den Richter und prügelt den Gerichtsschreiber spitalreif.

Verletzte nicht mehr im Spital

Der Gerichtsschreiber und der Oberrichter, die vor der Berufungsverhandlung gegen den St.-Ursen-Brandstifter Andres Z.* von dessen Freund Kuno W. verletzt worden waren, befinden sich nicht mehr in Spitalpflege. Dies erklärte Obergerichtspräsidentin Franziska Weber am Mittwoch vor dem Kantonsrat. Den beiden gehe es den Umständen entsprechend gut und sie seien auf dem Weg der Besserung. Der Gerichtsschreiber war am Kopf verletzt worden, Oberrichter Frank Urs Müller, der von Kuno W. bei dessen Flucht aus dem Amtshaus gekratzt und in den Daumen gebissen worden war, konnte seine Arbeit bereits wieder aufnehmen.

Kuno W., der sich vehement für die Freilassung des St.-Ursen-Brandstifters einsetzt, hatte seine Anwesenheit am Prozess bereits im Vorfeld schriftlich angekündigt. Dabei hatte er auch unbestimmte Drohungen ausgesprochen. Das Gefährdungspotenzial des einschlägig vorbelasteten Kuno W. war den Behörden aber durchaus auch schon vorher bekannt. (sda/szr)