Die Zahl der Delikte gemäss Strafgesetzbuch nahm um 9 Prozent auf 16'321 ab, wie Urs Bartenschlager, Chef Kriminalabteilung der Solothurner Kantonspolizei, am Dienstag vor den Medien mitteilte.

Bei den Straftaten gegen das Strafgesetzbuch stieg die Aufklärungsquote um 2,4 Prozentpunkte auf 30,6 Prozent. Als schwierig erweise sich die Aufklärung von Einbruchsdelikten. Der Ermittlungen würden immer schwieriger und aufwändiger, hiess es.

Oft hinterliessen die Täter keine Spuren mehr. Sie seien oft kurze Zeit in der Schweiz tätig und würden das Land wieder verlassen. Nur bei rund jedem zehnten Einbruch wird die Täterschaft ermittelt.

Bei den Delikten gegen Leib und Leben gab es im Kanton Solothurn erstmals seit 2010 einen Rückgang. Die Zahl der Delikte ging um 10 Prozent auf 835 zurück. Im vergangenen Jahr gab es fünf Tötungsdelikte. 2013 waren es zehn Tötungsdelikte gewesen.

Die Polizei verzeichnete neun schwere Körperverletzungen und 112 einfache Körperverletzungen. Die Aufklärungsquote bei den Delikten gegen Leib und Leben beträgt 89,7 Prozent.

Weniger Vermögensdelikte und Einbrüche

Die Zahl der Delikte im Rahmen von häuslicher Gewalt nahm um 2 Prozent auf 773 Fälle zu. Vor allem die Zahl der Tätlichkeiten und der Beschimpfungen stieg.

Es gab im weiteren 10'777 Straftaten gegen das Vermögen - 11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Einbruchdiebstähle gingen um 7 Prozent zurück. Es kam zu 53 Raubdelikten.

Einen Rückgang verzeichnete die Kantonspolizei auch bei den registrierten Straftaten gegen die sexuelle Integrität. Die Zahl sank um 16,9 Prozent auf 178 Straftaten.

Mehr Kriminalität im Bezirk Dorneck

Nach wie vor weisen neben den Städten Solothurn und Olten vor allem die Gemeinden Oensingen und Egerkingen eine hohe Dichte von Straftaten aus - im Gegensatz zur Stadt Grenchen. Einzig im Bezirk Dorneck ging die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr nicht zurück. Es gab deutlich mehr Einbruchdiebstähle.

Mit 52 Prozent ist eine Mehrheit der beschuldigen Täter bei Verstössen gegen das Strafgesetzbuch Schweizer. 32,6 Prozent der Beschuldigen zählen zur ständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Die weiteren Beschuldigten fallen unter die Kategorien Asyl und übrige Ausländer wie Rumänen.

Die grösste Gruppe von ausländischen Beschuldigten stammt aus der Türkei, den Staaten des ehemaligen Jugoslawien, sowie aus Deutschland und Italien. Die Zahl der Beschuldigten aus Nordafrika geht weiterhin zurück.

Unfallzahlen sind auf Rekordtief, 7 Verkehrstote

Auf den Solothurner Strassen gab es im vergangenen Jahr erneut weniger Verkehrsunfälle. Die Zahl sank um 6,5 Prozent auf 1187 Unfälle. Das ist der tiefste Wert seit Beginn der Statistik 1989.

Bei den Unfällen wurden insgesamt 596 Personen verletzt. Sieben Menschen verloren ihr Leben - im Vorjahr wurden 13 Verkehrstote gezählt.