«Rad steht – Kind geht»
Stopp beim Zebrastreifen: Nach dem Training gibts für die Kindergärtler eine Überraschung

Die Kantonspolizei besucht zum Schulbeginn die neuen Rüttener Kindergärtler mit der «Rad steht, Kind geht»-Kampagne. Im diesem Rahmen durften die Kinder die Reifen eines Patrouillenwagens anmalen.

Anina Mathivannan
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Kampagne «Rad steht – Kind geht» mit Rüttener Kindergarten-Kinder
10 Bilder
Im Kindergarten hält man noch die Händchen
Christine Wyder erklärt, wie man den Zebrastreifen überquert
Danach dürfen die Kindergärtler noch die Reifen eines Patrouillenfahrzeugs bemalen. Die Eltern sind natürlich mit dabei am ersten Kindergarten-Tag ihrer Kinder
Die Kinder kommen schnell ins Gespräch mit der Kantonspolizistin
Beim Bemalen der Pneus
Christine Wyder schenkt allen Kindern ein Pack Kreide
Die Kinder sollen lernen, dass die Reifen erst bemalt werden können, wenn das Auto stillsteht.

Kampagne «Rad steht – Kind geht» mit Rüttener Kindergarten-Kinder

Kapo SO

Ob beim Fernsehen, im Radio oder auf Twitter, der Slogan «Rad steht, Kind geht» ist wieder überall zu hören . Pünktlich zum Schulstart sensibilisiert die landesweite Schulwegkampagne die Strassenverkehrsteilnehmer. Nicht nur die Fahrzeuglenker, sondern auch die «Verkehrsneulinge» werden dabei angesprochen. In diesem Rahmen wurden gestern in Rüttenen die «Minis» im Kindergarten von der Kantonspolizistin Christine Wyder besucht — natürlich mit einer Überraschung.

Wichtige Kampagne

Laut dem Touring Club Schweiz (TCS) verunfallen jährlich 530 Kinder als Fussgänger im Strassenverkehr. Sechs davon sogar tödlich. Das sind zu viele. Daher startete der TCS vor zwei Jahren, in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) und den Kantonspolizeien, die Sensibilisierungskampagne «Rad steht, Kind geht».

Kinder, vor allem diejenigen, die neu den Schulweg alleine — ohne Eltern – bewältigen, können meist die Geschwindigkeit und Distanz der Fahrzeuge noch nicht einschätzen. Daher wird ihnen schon im frühen Schulalter beigebracht, den Fussgängersteifen erst zu überqueren, wenn die Fahrzeuge vollständig angehalten haben. Doch statt anzuhalten, verhalten sich viele Fahrzeuglenker anders: Sie rollen verlangsamt zum Fussgängerstreifen, geben den Kindern Handzeichen oder halten gar nicht erst an.

Mit vermehrter Präsenz, vor allem in Schulnähe, versucht die Polizei in den ersten Schulwochen schweizweit die Verkehrsteilnehmer zu mahnen, wenn sie sich falsch verhalten. Zudem werden vom TCS Giveaways, wie etwa Schokoladentafeln oder gratis Leuchtwesten verteilt.

Nur stehendes Rad ist bemalbar

Eine ganz besondere Aktion der Kampagne durften die neuen Kindergärtler in Rüttenen geniessen. Die Kantonspolizistin Christine Wyder zeigte ihnen, wie man den Fussgängerstreifen richtig überquert. Als Überraschung durften sie anschliessend die Pneus des Patrouillenwagens anmalen. Stolz wurden sie dabei von ihren Eltern bewundert und fotografiert.

Warum Pneus bemalen? Die Mediensprecherin der Kantonspolizei, Astrid Bucher, erklärt: «Die Kinder sollen den Fussgängerstreifen erst betreten, wenn die Räder stillstehen. Um dies zu verinnerlichen, dürfen sie die Pneus bemalen. Denn nur stehende Pneus können auch angemalt werden.»

Die Kindergartenleiterin Tanja Bälli zeigt sich erfreut von der Aktion. Auch sie weiss, dass der Strassenverkehr für die Kindergärtler eine Herausforderung darstellt. «Ich freue mich, dass in unserem Kindergarten diese Überraschungsaktion durchgeführt wurde und natürlich auf den nächsten Besuch der Verkehrsinstruktion im September», so Bälli.

Denn dann besuchen wieder Kantonspolizisten den Kindergarten Rüttenen, um gemeinsam die Gefahren und das richtige Verhalten im Strassenverkehr anzuschauen.