Ausgezeichnet interpretierte Lieder aus den 30er-Jahren, wie auch gelungene Arrangements eigener Lieder erklangen auf der Bühne des Parktheaters. Das Vokalensemble Berlin Comedian Harmonists feierte sein 10-jähriges Bestehen mit manch musikalischen Kabinettstückchen. Was Wolfgang Höltzel (Bass), Olaf Drauschke (Bariton), Philipp Seibert (Bariton) und die beiden Tenöre Holger Off und Ralf Steinhagen boten, gehört zur Spitzenklasse. Virtuos begleitete Horst Maria Merz die Sänger am Piano.

Im Zentrum des Konzertes standen die Lieder der A-capella-Vokalgruppe Comedian Harmonists, die 1928 gegründet wurde und bis zur Auflösung 1935 international für Furore sorgte. Mit «Veronika, der Lenz ist da» wurde der werdende Frühling begrüsst, die «Schöne Isabella aus Kastilien» wurde besungen, viele Ohrwürmer erklangen und besonders gefiel auch «Lebewohl, gute Reise», im Originalarrangement von Erwin Bootz. Wohlklang und Melodik in der Stimmführung des Sextetts begeisterten, Mimik und Gestik wurden sorgsam eingesetzt. Den sechs Interpreten gelang es auch einige Streiflichter aus der Geschichte ihrer Vorbilder darzustellen und verständlich zu erläutern.

Im zweiten Konzertteil inszenierten die Sänger und Schauspieler Musikstücke aus den vergangenen 60 Jahren. Ein Melodienbogen von Louis Prima über die Beatles, die Abba bis zu Michael Jackson. Von Nena wurden nur 98 Luftballons besungen, einer fehlte, er wurde vom kleinen grünen Kaktus erstochen.

Ein Highlight der besonderen Art war die Interpretation von Glenn Millers «Moonlight Serenade». Das Publikum spendete für die Darbietung grossen Applaus. Die Programmgestalterin der Genossenschaft Parktheater Grenchen, Corinne Maier, ist mit der vergangenen Saison zufrieden. Als Höhepunkte nennt sie das Konzert von «Furbaz», das Musical «Heisse Zeiten», das Schauspiel «Wahrheit» und das Bühnenprogramm von Dodo Hug. Die Absage der Komödie mit Jörg Schneider schmerzte. «Ich freue mich sehr, wenn wir weiterhin viel Publikum im Parktheater begrüssen dürfen», sagt Corinne Maier. Das neue Programm 2015/16 steht nämlich bereits.