Die Aare Seeland mobil AG (asm) vermeldet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017: Das Transportunternehmen mit Sitz in Langenthal transportierte über 6,2 Mio. Fahrgäste und verzeichnet wiederum eine Frequenzsteigerung. Der konsolidierte Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf 62,7 Mio. Franken gesteigert werden.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) beläuft sich gemäss einer Medienmitteilung des Transportunternehmens auf 4,9 Mio. Franken. Unter dem Strich verbleibt ein Konzerngewinn von rund 3,2 Mio. Franken. Zu diesem erfreulichen Ergebnis trugen wiederum sämtliche abgeltungsberechtigte Sparten der Aare Seeland mobil bei. Über 6,2 Mio. Fahrgäste waren 2017 mit der asm unterwegs. Der Verkehrsertrag konnte gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent auf rund 12,5 Mio. Franken gesteigert werden.

2017 geprägt von Bauprojekten

Mit dem Spatenstich Ende Januar 2017 starteten die Bauarbeiten für das neue Buszentrum in Herzogenbuchsee. Die asm-Verantwortlichen erwarten, dass die Inbetriebnahme termingerecht im Dezember 2018 stattfinden kann. Mit dem Neubau werde die Unterbringung und Instandhaltung der Fahrzeuge zentralisiert, heisst es weiter. Die bestehenden Standorte in Wangen an der Aare, Herzogenbuchsee und Langenthal würden auf diesen Termin hin aufgehoben.

Auf dem Bahn-Netz wurden diverse Sanierungen und Ausbauten durchgeführt, so beispielsweise die neue Doppelspurstrecke im Raum Attiswil, die Totalsanierung der Gleisanlagen zwischen Kaltenherberge und Roggwil Dorf sowie zwischen Lattrigen und Mörigen. Nicht zuletzt wurden im Berichtsjahr sechs Stationen der Aare Seeland mobil behindertengerecht umgebaut beziehungsweise mit einem niveaugleichen Zustieg ausgerüstet. Mittlerweile verfügen 71 Prozent aller Bahnstationen über eine behindertengerechte Einrichtung. Bis im Jahr 2023 soll das gesamte Bahnnetz der Aare Seeland mobil damit abgedeckt sein.

Mit der Unterzeichnung des Werkvertrages im Juni 2017 für Umbau- und Refitarbeiten für insgesamt 13 Triebzüge des Typs GTW Be 2/6 nahm das Projekt seinen Anfang. Als Teil dieses Projektes werde ein neues Fahrgastinformationssystem installiert, das den heutigen Anforderungen entsprechen werde, wird in Aussicht gestellt.

Damit nicht genug: «Mit Blick auf die weiterhin wachsende Nachfrage auf dem Netz der Aare Seeland mobil und die höheren Qualitätsansprüche seitens der Fahrgäste werden auch zukünftig umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur und in die Modernisierung des Rollmaterials notwendig sein», heisst es in der Mitteilung.

Fahrpläne wurden ausgebaut

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 konnten nach Angaben der asm-Verantwortlichen einige wichtige Taktlücken geschlossen werden – so zum Beispiel auf der Strecke Langenthal-Oensingen oder auf der Linie Solothurn–Langenthal mit der Erweiterung des Halbstundentaktes bis 22 Uhr. Dazu kamen Verbesserungen beim Sonntagsangebot zwischen Solothurn und Oensingen sowie Zusatzkurse auf der Linie Täuffelen–Ins und bei der Standseilbahn Ligerz–Prêles.

«Der Ausbau des Onlineauftritts bietet den Kundinnen und Kunden der Aare Seeland mobil eine attraktive Plattform», schreibt die asm in ihrer Mitteilung. Die Fahrgäste könnten nun jederzeit unterwegs den aktuellen Stand der Betriebslage abfragen und seien über allfällige Verspätungen, Ausfälle und geplante Einschränkungen informiert.
Insgesamt 260 Beschäftigte

Die Aare Seeland mobil bietet Dienstleistungen in den Bereichen Regionalverkehr, Transport und Tourismus an. Mit Bahn und Bus steht das Unternehmen in den Regionen Oberaargau, Solothurn und im Seeland im Einsatz. In sieben eigenen Reisezentren werden Beratung und Verkauf von öV-Leistungen, Ausflügen und Reisen angeboten. Die asm ist nach eigenen Angaben Arbeitgeberin für 260 Mitarbeitende. (MGT)